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Wallerstein

17.04.2019

Tote Frau nahe Güllegrube: Verteidiger sprechen von tragischem Unfall

In Birkhausen ist 2018 eine Landwirtin tot bei einer Güllegrube entdeckt worden. Nun hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen ihren Ehemann erhoben.
Bild: Martina Bachmann

Im September 2018 wurde im Donau-Ries eine Frau tot nahe einer Güllegrube gefunden. Dem Ehemann wird Mord vorgeworfen, die Verteidiger sehen das anders.

Der mutmaßliche "Gülle-Mord" eines schwäbischen Landwirts an seiner Ehefrau sorgt schon vor dem Prozess für heftigen Streit zwischen Staatsanwälten und Verteidigern. Die Augsburger Staatsanwaltschaft hat gegen den Bauer Mordanklage erhoben, weil dieser angeblich seine Frau mit Gülle umgebracht hat.

Verteidiger des Landwirts nennen Tatvorwurf "abenteuerliche Theorie"

Die drei Verteidiger sprechen von einer "abenteuerlichen" Theorie. "Unser Mandant bestreitet den erhobenen Tatvorwurf vehement", teilte Nico Werning, der Münchner Rechtsanwalt des 54 Jahre alten Landwirts, am Mittwoch mit.

Die Leiche der Frau aus Wallerstein (Landkreis Donau-Ries) war im September 2018 in der Nähe einer Güllegrube entdeckt worden. Bei der Obduktion war Gülle im Körper festgestellt worden, zudem soll das Opfer Schläge gegen den Kopf erhalten haben. Nach Ansicht der Ermittler sollen die Trennungspläne der 51-jährigen Frau das Motiv gewesen sein. Der Bauer soll befürchtet haben, das Vermögen des Paares von mehr als 130.000 Euro nicht für sich alleine behalten zu können.

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Ist die Tote nahe der Güllegrube bei einem Unfall umgekommen?

Dabei unterschlage die Staatsanwaltschaft entlastende Ermittlungsergebnisse, sagen die Rechtsanwälte. "Die Verteidigung geht vielmehr von einem tragischen Unfallgeschehen aus, an dem unser Mandant in keiner Weise beteiligt war." Die Frau sei vermutlich selbst in die Güllegrube gestiegen. Als der Bauer die 51-Jährige leblos fand, habe er sofort den Notarzt gerufen. Martina Sulzberger, die Pflichtverteidigerin des Landwirts aus Birkhausen, betonte, dass ihr Mandant weder etwas mit den Schlägen noch mit der Tatsache zu tun habe, dass die Frau Gülle im Körper hatte. "Er hat beides nicht gemacht", sagte Sulzberger. Auf Nachfrage, wie dieser Unfall konkret ausgesehen haben könnte, äußerte sich die Juristin nicht.

Einen Termin für einen Prozess vor dem Landgericht Augsburg gibt es noch nicht. Die Strafkammer muss zunächst entscheiden, ob die Mordanklage zur Verhandlung zugelassen wird. (dpa/lby/vmö)

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