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Musik

27.11.2019

Über Igel, Kakerlaken und Hühner

Tiere waren das Motto des Herbstkonzertes des Gesangvereins Mönchsdeggingen.
Foto: Gerhard Voggenreiter

Das Herbstkonzert des Gesangvereins Mönchsdeggingen dreht sich um Tiere

Mit einem Igel, dem Kakadu und einem Löwen sind die Sänger des Gesangvereins Mönchsdeggingen in ihr Herbstkonzert gestartet. Mit dem Motto „Xangverei Tierisch gut“ wagte sich Chorleiterin Sina Marie Ziegler an ein besonderes Thema. Zusammen mit dem Gesangverein Hainsfarth unter der Leitung von Christine Bayer, und dem Kinderchor des Gesangverein Mönchsdeggingen unter der Leitung von Anna Mack, gestaltete sie ein Konzert über die verschiedensten Tiere.

Schon bei den ersten drei Liedern war zu erkennen, dass ganz besonders Tierlieder mit einem gewissen Augenzwinkern gesungen werden können. So warnte der Chor in einem vor den Stacheln des Igels, dem Gift der Schlange oder der Spucke des Lamas. Zum zweiten Mal durften sich die Xangverei Kiddz auf einem Konzert präsentieren. „La Cucaracha“ führte die Riege der Tiere fort. Nach kurzer Nachfrage im Publikum war klar – diesmal handelte es sich um eine Kakerlake. Mit einem großen Schmunzeln haben die Zuhörer das „Flohlied“ angehört. So ging es um einen König, der seinen Floh genauso liebte, wie seinen eigenen Sohn.

Die Sänger des Gesangvereins aus Hainsfarth begannen ihren Auftritt zunächst etwas nachdenklicher und zeigten so, dass Tierlieder auch zum Denken anregen können. Mit dem hebräischen Lied „Dona, Dona“ erzählten sie die Geschichte eines Ochsen, der zur Schlachtbank geführt werden sollte und auf dem Weg dorthin einem Spatz begegnet, dessen Freiheit ihn sehr traurig stimmt. Denn dieser kann frei entscheiden, wo er als nächstes hinfliegt. Eine würdige Metapher, die sich auch auf die Opfer des Holocaust übertragen lässt.

Nach diesem eher melancholischen Lied sorgten prompt „Zwei kleine Wölfe“, die des Nachts durch den Wald streiften und diesen Spaziergang im Dunkeln zusammen in Frage stellten, für Aufheiterung. Wenn da nicht das Katzengejammer „Miau“ wäre, dann würden sie wohl immer noch herumziehen. Beide Lieder wurden im Kanon vorgetragen. Der letzte musikalische Block des Abends, wieder vorgetragen vom Gesangverein Mönchsdeggingen, drehte sich ausschließlich ums gefiederte Tier – dem Huhn. So wünschten sich die Sänger zunächst „Ich wollt ich wär’ ein Huhn“. Da dieser Wunsch natürlich nicht in Erfüllung gehen kann, fragen sie im Anschluss einfach nach einem „Wachsamen Hahn“, der gerne auch einmal die Funktion eines Weckers einnehmen könnte. Den Schluss bildete dann eine komische Konversation zwischen einem „Huhn und dem Karpfen“, beklagt sich doch der Karpfen über das Gegackere des Huhns, das sich so sehr darüber freut, schon wieder ein Ei gelegt zu haben. Da fragte sich der Karpfen, wie es sich wohl anhören würde, wenn er sich über jedes seiner (millionen) Eier so freuen würde. Ja, das gäbe ein großes Geschrei.

Bei all den Tieren dürfen natürlich auch die Menschen nicht zu kurz kommen. An diesem Abend wurden für 25 Jahre Zugehörigkeit zum Verein Ruth Moosbrugger und Rainer Müller mit einer Urkunde und der Nadel in Bronze ausgezeichnet. Ehrenchorleiter Dieter Schneider durfte sich sogar für 50 Jahre Mitgliedschaft, ebenfalls mit einer Urkunde und der Nadel in Gold, auszeichnen lassen. (pm)

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