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28.11.2017

Verpackungen für ganz Europa

Bei DS Smith in Nördlingen entstehen aus Wellpappe Verpackungen für zahlreiche weltbekannte Marken und Firmen. Im Bild zu sehen sind die bereits zugeschnittenen Wellpappestücke, die zur Weiterverarbeitung bereit liegen.
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Bei DS Smith in Nördlingen entstehen aus Wellpappe Verpackungen für zahlreiche weltbekannte Marken und Firmen. Im Bild zu sehen sind die bereits zugeschnittenen Wellpappestücke, die zur Weiterverarbeitung bereit liegen.

Bei DS Smith in Nördlingen entstehen aus Wellpappe Hüllen für weltbekannte Produkte. Von einem Schokoriegelhersteller gab es nun eine besondere Auszeichnung.

Wer durch die Regale eines Supermarktes schlendert, kommt unweigerlich auch an vielen Produkten aus Nördlingen vorbei. Doch die Waren, die im Werk von DS Smith entstehen, landen letztendlich selten im Einkaufswagen eines Kunden. Denn die Firma mit Standorten in 36 Ländern produziert die Verpackungen aus Wellpappe, in denen dann beispielsweise Schokoriegel von Mars im Laden präsentiert werden.

Im Nördlinger Werk entstehen zahlreiche Verpackungen für weltbekannte Firmen. Die Energydrink-Dosen mit den silber-blauen Rauten kennt vermutlich jeder – nicht nur deren Verpackungen werden im Eingangsbereich des Nördlinger Produktionsgebäudes ausgestellt. Auch für namhafte Joghurt- oder Getränkehersteller werden in Nördlingen Aufbewahrungsmöglichkeiten aus Wellpappe gefertigt. Wie das geht, zeigt General Manager Paul Feistle bei einem Rundgang durch die Firma.

Mit Sicherheitsschuhen und Warnweste ausgerüstet führt Feistle durch die riesigen Produktionsanlagen. In einer Halle stehen hunderte, meterlange Papierrollen aufgereiht. „Uns erreichen pro Tag etwa 20 Lkw-Ladungen mit Papier in verschiedenster Größe und Beschaffenheit“, sagt der Manager und weist den Weg zu einer Maschine. Wie aus den Papierrollen dort die Wellpappe entsteht? „Das Prinzip ist ganz einfach“, meint Feistle. Mithilfe von Hitze wird das Papier gewellt, mit Stärke werden dann je nach Bedarf mehrere Schichten aufeinander geklebt, anschließend wird das Produkt auf die gewünschte Größe geschnitten. Dann geht es in eine weitere Produktionshalle.

Dort erheben sich sauber gestapelt hunderte Türme aus Wellpappe in verschiedensten Größen und Ausprägung. „Je nachdem, was später in unseren Verpackungen transportiert wird, müssen bestimmte Kriterien beim Material erfüllt werden“, erläutert Feistle. Bei Gemüse gebe es etwa besonders strenge Richtlinien.

Dann geht es zum nächsten Produktionsschritt. Der allerdings ist streng geheim. „Jeder Kunde hat sehr spezielle Wünsche, wie die Verpackungen aussehen sollen und in welcher Form sie geliefert werden“, sagt der Manager. Während er redet, stanzt eine Anlage hinter ihm das bereits zugeschnittene Material und bedruckt es. Die Farben, mit der die Wellpappe gestaltet wird, mischt DS Smith in Nördlingen selbst zusammen. Eine eigene Design-Abteilung am Standort macht sich Gedanken über die Gestaltung und Form der Verpackungen. Längst hätten die Hersteller erkannt, wie wichtig es ist, dass nicht nur das Produkt gut aussieht, sondern auch die Hülle, in der es präsentiert wird, erzählt Feistle. Es sei eine große Herausforderung es hinzubekommen, dass Verpackungen exakt die gleiche Farbe haben, obwohl sich das Material unterscheidet. Dass man das in Nördlingen offenbar ziemlich gut hinbekommt, macht eine Auszeichnung der Firma „Mars Chocolate“ deutlich, die kürzlich in Großbritannien verliehen wurde. Mit sieben Preisen wurde DS Smith in acht Jahren prämiert, die Auszeichnung für „herausragende Qualitätsleistungen“ im Jahr 2016 in der Kategorie Wellpappe ging dabei zum wiederholten Male an den Standort in Nördlingen. Von dort aus wurden Verpackungen für Mars Chocolate an die Standorte in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden geliefert. Auch für Firmen in anderen Ländern wird produziert – für welche, will Feistle nicht verraten. Auch das sei geheim, wegen der Verträge mit den Kunden. Er verrät nur so viel: „Wir sind in Nördlingen sehr gut beschäftigt.“

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