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Finanzen

21.05.2015

Verschnaufpause für Ederheim

In den vergangenen Jahren hat die Gemeinde viel investiert, 2015 hält sie sich zurück. Warum Kämmerer Moritz Gerstner die Haushaltslage heuer entspannt sieht

Ederheim legt bei den Investitionen eine Verschnaufpause ein. Moritz Gerstner, Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft Ries, erläuterte im jüngsten Gemeinderat, dass die Gemeinde nach den Investitionen der vergangenen Jahre 2015 etwas kürzer treten werde. Gerstner erwähnte als Maßnahmen der vergangenen Jahre die neue Ortsdurchfahrt der DON 1, den Bau der Kinderkrippe und der Hackschnitzelanlage bei der Mehrzweckhalle und den Anschluss an die Kläranlage Nördlingen. Der Gemeinderat verabschiedete den Haushalt 2015 schließlich einstimmig.

Investierte die Gemeinde 2014 noch 2,34 Millionen Euro, so sind es 2015 nur noch 988147 Euro. Darin enthalten ist als größter Posten die Abdeckung eines Fehlbetrags aus 2014 in Höhe von 365664 Euro. Dennoch sprach Gerstner von einem positiven Ergebnis des Haushaltsjahres 2014. Hatte er doch anfangs sogar mit einem Fehlbetrag von 910000 Euro kalkuliert. Das deutlich bessere Rechnungsergebnis führte er darauf zurück, dass die Ederheimer bereits vergangenes Jahr 150000 Euro mehr an Verbesserungsbeiträgen gezahlt haben als geplant. Wegen der zügigen Abwicklung des Anschlusses an die Kläranlage Nördlingen seien zudem 140000 Euro mehr vom Landeszuschuss abgerufen worden als eingeplant. Gut auch für 2014, dass sich die Schlusszahlungen für den Kläranlagenanschluss und die Beschaffung des neuen Feuerwehrfahrzeugs für Hürnheim verzögert haben.

Die Hackschnitzelheizung bereitet Probleme

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Die Schlusszahlung steht nun mit 120000 Euro und das neue Feuerwehrauto mit 80000 Euro im Investitionsplan 2015. Weiterer größerer Posten ist der Bau eines Regenrückhaltebeckens für das Baugebiet „Bogenäcker“ in Ederheim mit 75000 Euro. Ansonsten ist der Investitionsplan geprägt von kleineren Maßnahmen. Die Finanzierung des Vermögenshaushalts 2015 erfolgt größtenteils über die zweite und dritte Rate der Verbesserungsbeiträge für den Kläranlagenanschluss. „Wenn das Jahr planmäßig läuft, werden wir sogar einen Überschuss von 180000 Euro erzielen, der dann für die Folgejahre zur Verfügung steht“, sagte Gerstner. Der Schuldenstand sinkt zum Jahresende 2015 auf 447000 Euro oder 404,66 Euro pro Einwohner.

Gut entwickelt sich auch der Verwaltungshaushalt. Gerstner geht für 2015 von Einnahmen in Höhe von etwa 1,45 Millionen Euro aus. Das ist ein Plus gegenüber dem Vorjahr von 142000 Euro. Es setzt sich zusammen aus höheren Gewerbesteuereinnahmen (plus 70000 Euro) und höheren Schlüsselzuweisungen (plus 66368 Euro). Auf der Ausgabenseite spart Ederheim 55500 Euro bei der Kreisumlage. Allerdings schlagen dort jetzt die Abgaben für die Abwasserbeseitigung an Nördlingen mit 50000 Euro, sowie höhere Umlagen an die Mittelschule und den Schulverband Kleinerdlingen/Ederheim zu Buche. Zieht man die Gesamtausgaben in Höhe von 1381094 Euro von den Einnahmen ab, so ergibt sich eine Zuführung zum Vermögenshaushalt von 75347 Euro. Nach Abzug der Tilgung bleibt eine Nettoinvestitionsrate von 37437 Euro. Das Fazit des Kämmerers, dem Bürgermeisterin Caroline Zehnpfennig-Doleczik dankte: „Ederheim kann, was die Finanzen angeht, 2015 entspannt sein.“

Etwas weniger entspannt war die Gemeinde zuletzt, was den Betrieb der Hackschnitzelheizung angeht. Hier kam es seit der Inbetriebnahme vor knapp zwei Jahren immer wieder zu Problemen beim Einwurf der Hackschnitzel in den Bunker. Zum Teil mussten die Hackschnitzel per Hand nachgefüllt werden, was für die Mitarbeiter eine unzumutbare Belastung darstellte, sagte die Bürgermeisterin. Jetzt wird technisch nachgebessert. Die Hackschnitzelheizung erhält eine neue Förderschnecke. Die Kosten dafür teilen sich das Planungsbüro, der Hersteller und die Heizungsbaufirma.

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