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Nördlingen

21.10.2020

Warum Nördlinger Schülerinnen lieber grüne statt digitale Tafeln zurückwollen

Zwei Nördlinger Schülerinnen wünschen sich klassische, grüne Tafeln zurück.
Bild: Ulrich Wagner (Symbolfoto)

Plus Interaktive Schultafeln klingen vielversprechend, fallen im Praxistest aber durch, schreiben zwei Nördlinger Schülerinnen in ihrer Kolumne.

Fazit: Wir wollen zurück. Nein, nicht zurück ins Homeschooling, sondern zurück in die Zeit ohne interaktive Schultafeln. Nach einem Schuljahr voller „praktischer“ Erfahrung mit diesen technischen Wunderwerken stellen wir fest, dass man das Geld wohl doch anders hätte investieren können.

Einfaches Einfügen von Bildern in den Hefteintrag, mit zwei Klicks im Internet, sekundenschnelles Tafelwischen und unendlich viel Platz für kreative Hefteinträge: Das klingt eigentlich wie der Traum jedes Lehrers oder eben die Produktbeschreibung dieser elektronischen Tafeln. In der Realität sieht alles ein bisschen anders aus. Da nämlich sind die Tafeln eher einem Albtraum gleichzusetzen. Technische Probleme, mangelnde Kenntnis über die Bedienung und schlechter WLAN-Empfang gehören zum Alltag.

Die digitalen Tafeln entwickeln manchmal ein Eigenleben

Dazu kommt, dass die Tafeln ein Eigenleben entwickelt haben. Manchmal schwirren die digitalen Radierer unkontrolliert über das Bild und löschen Teile der Hefteinträge. An anderen Tagen funktioniert gar nichts mehr oder nur in Zeitlupe. Bei Referaten kann das schon mal witzig werden; da müssen mindestens drei Minuten für den Übergang von der PowerPoint-Präsentation zu der Dokumentenkamera eingeplant werden. Wenn man dann noch einen kleinen Videoclip abspielen will, kann es sich nur noch um Stunden handeln. Am besten druckt man seine ganze PowerPoint-Präsentation in Papierform aus, um für den Worst Case gewappnet zu sein.

Jeder Schüler, der schon mal mit dieser Tafel kooperieren musste, ist froh, endlich wieder den Lehrern die Bedienung zu überlassen.

Wir sehnen uns nach den alten Zeiten voller staubiger Overhead-Projektoren und dem grellen Quietschen der Kreiden auf dem alten, grünen Schiefer. Vielleicht wäre unsere kritische Haltung gegenüber diesen interaktiven Tafeln anders, wenn sie problemlos funktionieren und besser ausgearbeitet wären. So verursachen sie zahlreiche Probleme, die mit den alten Tafeln passé wären.

Lesen Sie ach die anderen Folgen unserer Schülerinnen-Kolumne:

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