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Ederheim

29.05.2020

Wie das Südries Pfingsten feiert

Die Ursprungsgrotte am Ursprungsbach Richtung Bollstadt von Hohenaltheim kommend ist eine Station des Kooperationsgottesdienstes.
Bild: Jochen Thiel

Plus Die evangelischen Kirchengemeinden feiern Pfingsten mit einer spannenden Tradition. Der Kooperationsdienst im Freien ist dabei an die Corona-Krise angepasst worden.

Dass Pfingsten als das höchste Fest der christlichen Gemeinschaft gilt, dürfte vielen bekannt sein. Die evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden aus der Kooperation Südries feiern es mit einer spannenden Tradition.

Jedes Jahr veranstalten die Kirchengemeinden Aufhausen-Forheim, Ederheim-Hürnheim mit Christgarten und Hohenaltheim mit Niederaltheim, Schmähingen-Reimlingen und Balgheim einen Kooperationsgottesdienst zu Pfingsten. In den letzten Jahren wechselten die Gemeinden jeweils den Ausrichtungsort und feierten den Gottesdienst unter freiem Himmel, beispielsweise am Kirchberg in Aufhausen oder am Hohen Stein bei Hürnheim.

Tradition soll nicht gebrochen werden

Auch in diesem Jahr sollte die Tradition nicht gebrochen werden und die Veranstalter um Pfarrer Martin Rehner, Pfarrerin Karin Schedler und Prädikant Jochen Thiel ließen sich eine corona-gerechte Form des Gottesdienstes einfallen. „Wir wollten nicht riskieren, dass sich zu viele Menschen auf einer Stelle ansammeln oder die Leute Angst haben, an der Messe teilzunehmen“, sagt Pfarrerin Karin Schedler. So sei es möglich, dass zeitgleich 150 Personen auf drei Stationen in je 50er-Gruppen aufgeteilt gemeinsam feiern können.

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Bisher war die Veranstaltung jedes Jahr sehr gut besucht – laut Schedler seien rund 200 Personen vor Ort. An den vorbereiteten Stationen in diesem Jahr gäbe es Impulse zu je ungefähr zwölf Minuten – gefüllt mit Liedern, Gedanken zu Pfingsten, Gebeten und einem Segen. Musikalisch untermalt werden die Impulse vom Klang der Gitarre. An jeweils einer Station erwarten die Kirchengemeinden aufgeteilt auf alle Standorte Pfarrerin Schedler, Pfarrer Rehner und Prädikant Thiel.

Drei Stationen geplant

Zur jeweils nächsten Station führen kinderwagentaugliche gekieste und ausgeschilderte Wege. In zehn bis 15 Minuten sollte die nächste Station erreicht sein. Sitzmöglichkeiten werde es vereinzelt geben, man könne aber auch ein Sitzkissen mitnehmen, um sich auf den Boden zu setzen, so die Ederheimer Pfarrerin. Stattfinden werde die Aktion bei jedem Wetter. Selbstverständlich werde auf die allgemein gültigen Regeln geachtet und jeder soll einen Mundschutz tragen. Die Impulse starten an den Stationen jeweils um 10 Uhr, um 10.30 Uhr und um 11 Uhr. Zeitgleich würden die Gläubigen dann zur jeweils nächsten Station aufbrechen, um sich keinesfalls zu begegnen.

Pfarrerin Schedler meint: „Wir versuchen auch in diesem Jahr, die Kinder mit einzubeziehen, sodass für jedes Alter etwas geboten ist.“ Die drei Stationen befinden sich bei Hohenaltheim Richtung Bollstadt auf der linken Seite: Eine Station ist der Lindenberg, eine andere die Ursprungsgrotte am Ursprungsbach und der dritte Stopp ist die Sägmühle. So können die Südries-Kirchengemeinden bei hoffentlich schönstem Wetter auch in diesem Jahr einen reibungslosen Kooperationsgottesdienst feiern – getrennt und doch zusammen.

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