Die Dorferneuerung in Alerheim kann starten: Christian Kreye vom Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben (ALE) gab grünes Licht und überreichte Bürgermeister Alexander Joas den offiziellen Einleitungsbescheid, wie das ALE in einer Pressemitteilung bekannt gab. Jetzt könne mit dem Ausbau der Hauptstraße auf einer Länge von 1200 Metern begonnen werden.
Kreye würdigte das Engagement der Gemeinde und vieler engagierter Bürger. Seit 2019 befassten sich Arbeitskreise mit der Neugestaltung der Hauptstraße. Mit dem Projekt sollen die Verkehrsverhältnisse verbessert und sogenannte Quartiere mit mehr Aufenthaltsqualität im Bereich des Dorfplatzes, am Dorfweiher, beim Dorfladen und im Umfeld der Kirche geschaffen werden. Auch die Dorfökologie soll nicht zu kurz kommen. Private Grundstücksbesitzer im direkten Umfeld der Hauptstraße könnten ebenfalls profitieren, so würden zum Beispiel dorfgerechte Gebäudesanierungen bezuschusst.
Überregionale Zusammenarbeit von Alerheim, Deiningen und Wechingen
"Überregional betrachtet mag es ja nur ein kleines Ereignis sein, für die Gemeinde Alerheim ist es meines Erachtens durchaus ein Meilenstein in der Geschichte dieses Dorfes", sagte Kreye laut der Mitteilung. Der Amtsleiter würdigte die überregionale Zusammenarbeit der Gemeinden Alerheim, Deiningen und Wechingen in der "ILE Mittleres Ries". "Damit legten sie die Basis für großartige gemeindeübergreifende Projekte und für diese Dorferneuerung."
Dies unterstrich ebenso Bürgermeister Alexander Joas. Nicht nur Bauprojekte wie der gemeinsame kommunale Bauhof, sondern viele andere Gemeinsamkeiten, wie die Nachbarschaftshilfe wurden erfolgreich ins Leben gerufen. "Die Aufwärmphase mündet in den Startschuss", wird Landtagsabgeordneter Wolfgang Fackler zitiert. Nach einer intensiven Vorbereitung gehe es nun an die Umsetzung. "Das Dorf ist das Herz des ländlichen Raumes, die Bürger sollen sich auch in Zukunft wohlfühlen", sagte Fackler und betonte, dass Fördermittel hier sinnvoll eingesetzt werden.
Ulrich Lange wünscht sich mehr interkommunale Zusammenarbeit
Mehr Gemeindeallianzen im Ries wünschte sich generell Bundestagsabgeordneter Ulrich Lange. Der Geist des Interkommunalen müsse im Ries noch weiterentwickelt werden. Der Abgeordnete sprach die aktive Entwicklung von Dorfgebieten und Möglichkeiten zur Nutzung bestehender Bausubstanz an. "Wir können nicht unendlich Flächen im Außenbereich verbauen, sondern müssen der Erbengeneration Perspektiven und Möglichkeiten bei der Nutzung leerstehender Gebäude aufzeigen."
Alerheims ehemaliger Bürgermeister und jetziger Bundestagsabgeordneter Christoph Schmid hob ebenso die Bedeutung der interkommunalen Zusammenarbeit hervor. "Wichtig ist nicht, dass sich möglichst viele Gemeinden daran beteiligen, sondern dass am Ende Ziele erreicht werden und schöne Projekte entstehen", so Schmid. Schmid hatte als damaliger Bürgermeister maßgeblich die ILE im Mittleren Ries begleitet und die Dorferneuerung für Alerheim in die Wege geleitet, heißt es in der Mitteilung. (AZ)