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Hainsfarth
06.06.2023

Ausstellung über jüdische Tauchbäder in Hainsfarth

Das Bild zeigt die Mikwe von Harburg, einem Zentrum des jüdischen Lebens unserer Region.
Foto: Hermann Waltz

Mikwaot sind wichtig für jüdische Riten und Traditionen. Die neue Ausstellung in Hainsfarth zeigt Ritualbäder aus Bayern und darüber hinaus.

Der Freundeskreis Synagoge Hainsfarth eröffnet am kommenden Dienstag, 13. Juni, die Ausstellung „Mikwen – Mikwaot“ und macht damit auf ein in der Gesellschaft wenig bekanntes „Symbol der Neugeburt“ aufmerksam: Die Mikwe (in anderer Übertragung der hebräischen Schreibweise „Mikwa“, Mz. „Mikwaot“) ist ein Tauchbad zur rituellen Reinigung. Der körperlichen Reinlichkeit oder Hygiene dient sie nicht. Wer sie benutzen will, muss sich vorher gründlich reinigen. 

Die Mikwe als Bad gehört neben dem Versammlungs- und Gebetsraum, der Synagoge, und dem Lehrhaus, der Schule, zur Standardausstattung einer jüdischen Gemeinde. Ihren literarischen Sitz hat sie in der Tora, der Heiligen Schrift der Juden, die auch Teil der christlichen Bibel ist, und zwar im dritten Buch Mose. Für Bau- und Funktionsweise der Mikwe gibt es detaillierte Normen, die nach Zeit, Ort und theologischer Ausrichtung der Gemeinden variieren. „Sie speist sich aus natürlichem, fließendem Wasser (Quell- oder Flusswasser) oder aus Regenwasser. Eine Mikwe darf mit zusätzlichem Wasser aufgefüllt und beheizt werden. Das natürliche Wasser darf aber nie vollständig geleert werden“, heißt es in einer offiziellen Verlautbarung des Zentralrates der Juden in Deutschland. Diese Bestimmung ist ausschlaggebend für die örtliche Situierung und die bauliche Gestaltung der Mikwe. 

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