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  3. Nördlingen: 350 Jahre alte Brücke: Wird dieses Nördlinger Denkmal abgerissen oder nicht?

Nördlingen
07.03.2024

350 Jahre alte Brücke: Wird dieses Nördlinger Denkmal abgerissen oder nicht?

Viele Nördlingerinnen und Nördlinger haben sich an OB David Wittner gewandt - mit der Bitte, dass die Brücke bei der Neumühle nicht abgerissen wird.
Foto: Jan-Luc Treumann

Die Brücke an der Neumühle ist die älteste der Altstadt. Jetzt wird über ihren Abriss diskutiert. Dabei hatte die Stadtverwaltung diesen zunächst nicht vorgeschlagen.

Schon einmal sollte die historische Brücke an der Neumühle abgerissen werden. Vor rund zehn Jahren sei das gewesen, erinnert sich Stadtheimatpfleger Dr. Wilfried Sponsel: "Da habe ich damals schon deutlich den Finger gehoben." Denn die Brücke sei nicht nur aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, sondern auch ein Einzeldenkmal. In der Frage Abriss oder nicht spielt deshalb auch das Landesamt für Denkmalpflege eine wichtige Rolle. Doch es gibt offenbar zwei unterschiedliche Stellungnahmen aus dem Amt.

Wie berichtet, ging es kürzlich in einer Sitzung des Bauausschusses des Nördlinger Stadtrates um die Frage, wie es mit der historischen Brücke weitergehen solle. Ein Abriss steht im Raum, denn die Brücke ist in einem schlechten Zustand. Schon seit 2013 ist sie für den Fahrzeugverkehr gesperrt, ein Poller wurde auf ihr installiert. Ein Ingenieur stellte den Stadträtinnen und Stadträten in der Sitzung vor, dass es durchaus Sinn machen würde, das Einzeldenkmal abzureißen und durch eine neue, optisch ähnliche Brücke zu ersetzen. Denn diese wäre dann nicht nur barrierefrei, sie würde auch die Überfahrt schwerer Fahrzeuge zulassen – wie etwa die Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Nördlingen. Der Weg über die Brücke, so wurde in der Sitzung argumentiert, könnte bei einem Brand wichtig werden, sofern die andere Zufahrt von der Stadtmauer aus beispielsweise wegen Bauarbeiten gesperrt ist.

Stadtrat entscheidet über Brücke an der Neumühle in der Nördlinger Altstadt

Dennoch bleibt: Die Brücke ist ein Einzeldenkmal und in Nördlingen ist man sich der historischen Vergangenheit sehr bewusst. So gab es auch im Bauausschuss Gegenwehr gegen einen Abriss des Bauwerks, eine Entscheidung darüber wurde nicht gefällt. In der Stadt wurde die Brücke zum Gesprächsthema, eine Leserbriefschreiberin forderte ihren Erhalt. Die Sprecherin der Stadt Nördlingen, Christina Atalay, sagt auf Anfrage unserer Redaktion, wegen des Zustandes der Brücke sei ein Handeln dringend notwendig. Sie verweist auf eine Stellungnahme des Landesamtes für Denkmalpflege vom September 2012. In der stehe, dass das Amt auch einen Neubau akzeptieren würde.

Als unsere Redaktion dagegen das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege angesichts der aktuellen Debatte anschreibt, verweist die Behörde zunächst auf das Bayerische Denkmalschutzgesetz, in dem stehe: "Denkmäler sind von Menschen geschaffene Sachen oder Teile davon aus vergangener Zeit, deren Erhaltung wegen ihrer geschichtlichen, künstlerischen, städtebaulichen, wissenschaftlichen oder volkskundlichen Bedeutung im Interesse der Allgemeinheit liegt." Ein Eigentümer habe die Pflicht, "sein Denkmal sorgsam zu behandeln und zu erhalten". Danach heißt es: Das Landesamt sei "bereits seit längerer Zeit mit der Stadt Nördlingen in Kontakt und bemüht sich, gemeinsam mit der Stadt ein Instandsetzungskonzept für die Brücke zu entwickeln, bei dem möglichst viel von der historischen Substanz erhalten bleibt." Personen nennt die Behörde allerdings nicht.

Seit 2013 ist die historische Brücke an der Neumühle für den Verkehr gesperrt.
Foto: Jan-Luc Treumann

Dass die Brücke saniert wird, wünscht sich auch Heimatpfleger Dr. Sponsel. Er schätzt, dass sie kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg gebaut worden und damit die älteste erhaltene Brücke Nördlingens ist. Gerade bei Gästen sei das Denkmal ein beliebtes Fotomotiv, auch wegen des Mühlrades der Neumühle. Zudem stehe unweit das Gerberhaus, in dem der letzte Gerber Nördlingens bis 1961 gearbeitet habe. Sponsel verweist auf die alte Walkbrücke, die man auch abgerissen habe – was damals zu großen Protesten geführt habe. Er selbst habe schon mehrere E-Mails von Bürgerinnen und Bürgern bekommen, die sich für einen Erhalt der historischen Brücke an der Neumühle ausgesprochen hätten.

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Auch Oberbürgermeister David Wittner wurde bereits von vielen Nördlingerinnen und Nördlingern auf das Denkmal angesprochen – mit dem Ziel, dass die Brücke erhalten wird. Der OB erinnert daran, dass die Stadtverwaltung eine Sanierung im Dezember auch vorgeschlagen hatte. Doch auf Wunsch eines Stadtrates habe man geprüft, was zu tun wäre, damit die Brücke wieder mit Autos befahren werden könne: "Dann kommt nur ein Neubau infrage." Wittner verweist auf das Dilemma, in dem man nun stecke: Entweder man erhalte das Denkmal oder man baue eine neue Brücke, über die im Zweifel die Feuerwehr mit einer Drehleiter fahren könne: "Das wird eine Abwägungsentscheidung des Stadtrates."

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