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Nördlingen: Massivbausymposium der Bauinnung Nordschwaben mit Thorsten Glauber

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Umweltminister diskutiert in Nördlingen: Wie das Bauen wieder günstiger werden könnte

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    Bei der Podiumsdiskussion des Massivbausymposiums stellten sich der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber (links), Wolfram Uhl, Geschäftsführer der Firma Eigner, Christoph Schmid, MdB, und Wolfgang Schubert-Raab, Präsident des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (von rechts), den Fragen von Moderator Andreas Demharter (zweiter von links).
    Bei der Podiumsdiskussion des Massivbausymposiums stellten sich der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber (links), Wolfram Uhl, Geschäftsführer der Firma Eigner, Christoph Schmid, MdB, und Wolfgang Schubert-Raab, Präsident des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (von rechts), den Fragen von Moderator Andreas Demharter (zweiter von links). Foto: Vivien Schilling

    Bauen mit politischer Verantwortung verbinden: das war Thorsten Glauber (Freie Wähler), bayerischer Minister für Umwelt- und Verbraucherschutz, ein wichtiges Anliegen beim Massivbausymposium der Bauinnung Nordschwaben am vergangenen Mittwoch in Nördlingen. Der Staatsminister sprach über die Herausforderungen, vor der die Baubranche im Land momentan stehe - aber auch Möglichkeiten und Chancen, die die Zukunft bringe.

    Unser Bauverhalten orientiere sich an einer Zeit, in der noch mehr Geld zur Verfügung stand, in der Klimaschutz über Kosten beim Bauen gestellt wurde, so Glauber. Dies sei laut dem Minister allerdings „heute nicht mehr aktuell.“ Gestiegene Zinsen, Grundstückspreise und Baukosten seien „der Grund, warum keiner mehr baut.“ Wenn man günstiger bauen wolle, müsse man „sich etwas zumuten“.

    „Wir leisten uns in Deutschland Protektionismus“, betont Glauber immer wieder. In Österreich, Frankreich oder Rumänien baue man nach EU-Standards - doch in Deutschland seien die Auflagen noch viel genauer. Diese Standards seien dem Staatsminister nach zu hoch: „Eine österreichische Baute hält genauso.“

    Staatsminister Glauber: „Wir leisten uns in Deutschland Protektionismus.“

    „Brauchen wir wirklich gefüllte Baustoffe? Oder reichen auch Hohle, wie beim Altbau?“ Diese Frage stellt Glauber in den Raum. Gefüllte Baustoffe würden zu höheren Kosten und mehr Materialaufwand führen. Man müsse sich an der Vergangenheit orientieren, um wirtschaftlich bauen zu können.

    Der Staatsminister fordert Erleichterungen, wie etwa sinkende Steuern, einfachere Vergaben von Bauplätzen und höhere Förderquoten für Kommunen. „Wir brauchen jetzt eine Wende im Bauwesen“, beteuert er.

    Massivbausymposium Nördlingen: Die Baubranche muss sich an der Vergangenheit orientieren

    Bei der anschließenden Podiumsdiskussion wurden neben Minister Glauber auch Christoph Schmid (SPD), Mitglied des Bundestags, sowie Wolfgang Schubert-Raab, Präsident des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe, auf die Bühne gebeten.

    Schubert-Raab schildert die Lage der Baubranche in Deutschland: So habe man steigende Umsätze und Aufträge im letzten Jahr verzeichnen können. Auch die Baugenehmigungen seien gestiegen, sodass sich in ein bis zwei Jahren die Zahl der fertiggestellten Wohneinheiten einpendeln sollte. Eine besondere Errungenschaft sieht Schubert-Raab in der Zahl der Auszubildenden im ersten Lehrjahr: Diese sei im Vergleich zum Vorjahr 2025 um 12,7 % gestiegen. Das sei ein immenser Erfolg für die Branche: „Die Jugend bekennt sich zu unserem Fachbereich.“

    Deutlich mehr Azubis im Bauwesen als noch 2024

    Staatliche Förderungen begrüße Christoph Schmid grundsätzlich, er räumt aber auch ein: „Es muss Geld dahinterstecken.“ Dennoch betonte er, dass man mittlerweile „ein gutes Stück vorangekommen“ sei, dass Geld in die Kommunen fließe.

    Die Regierung müsse sich aber auch an die eigene Nase fassen: Aufträge für Bauprojekte an Großunternehmen zu geben sei zwar einfacher, schade dennoch den mittelständischen Betrieben im Land. Den Mittelstand bezeichnet Schmid als das „Herz der Wirtschaft in Deutschland.“

    Schmid über staatliche Förderungen zum Wohnungsbau: „Es muss Geld dahinter stecken.“

    Der sogenannte Gebäudetyp-e, der von der bayerischen Architektenkammer als nachhaltige, kostengünstige Möglichkeit zum Häuserbau ins Leben gerufen wurde, soll im Zivilrecht verankert werden - das fordert zumindest Schubert-Raab. Auch Staatsminister Glauber setzt auf den Typ-e: finanzielle Zuschüsse würden steigen, während der Wohnungsbau immer weiter zurückgeht. „Wir bauen fürs gleiche Geld immer weniger, weil die Standards stetig steigen.“ Ein weiteres zentrales Thema des Symposiums war die Nachhaltigkeit: Massivbaustoffe haben nämlich den Vorteil, dass sie recycelbar sind. Nach der Podiumsdiskussion hatten die Besucherinnen und Besucher Gelegenheit, sich bei verschiedenen Fachvorträgen zu informieren.

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