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Futsal

08.01.2019

Der SV Holzkirchen schreibt Geschichte

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4 Bilder
Trainer Sener Sahin mit dem neuen Wanderpokal, den sein Team nun schon zweimal gewonnen hat.
Bild: Robert Milde

Vier Kreismeistertitel in Folge – das hat bislang noch kein Verein des Landkreises geschafft. Die Blau-Gelben kassieren im gesamten Turnierverlauf nur ein Gegentor

Wer soll den SV Holzkirchen in der Halle stoppen? Bei der 33. Auflage der Hallenmasters im Landkreis Donau-Ries gewannen die Blau-Gelben zum vierten Mal in Folge und zum achten Mal insgesamt den Kreistitel. „Ich habe meiner Mannschaft vor dem Endspiel gesagt, dass sie heute Geschichte schreiben kann, denn viermal in Serie hat noch keine Mannschaft den Titel gewonnen“, meinte SVH-Trainer Sener Sahin zum Triumph, der aber nicht die automatische Qualifikation zur schwäbischen Endrunde in einem Jahr zur Folge hat, da aktuell über einen anderen Modus nachgedacht wird.

In Gruppe A dominierte der SV Holzkirchen mit zwei klaren Siegen über die FSG Mündling-Sulzdorf (4:0) und die SpVgg Ederheim (3:0) und einem Remis gegen den Kreisliga-Tabellenführer FC Mertingen. In diesem Spiel konnte es sich SVH-Trainer Sener Sahin sogar leisten, einige Leistungsträger zu schonen. „Wir haben in der Gruppenphase überragend gespielt und unser schlechtestes Spiel im Halbfinale gegen Harburg gezeigt“, erklärte SVH-Coach Sahin. Alle anderen Mannschaften der Gruppe A hatten ein negatives Torkonto. Ausgerechnet die Mannschaft mit den meisten Gegentoren, die FSG Mündling-Sulzdorf, wurde Gruppenzweiter. Die hohe 0:4-Niederlage gegen den SV Holzkirchen fiel deshalb nicht ins Gewicht, weil der A-Klassist gegen den FC Mertingen mit 2:1 gewann. Spielertrainer Stefan Fischer markierte acht Sekunden vor Schluss nach dem fünften Foul des FCM den Siegtreffer, wobei er nicht aus der üblichen Entfernung von zehn Metern schießen musste, sondern vom Ort des Fouls, der deutlich näher lag. Wieder so eine Futsal-Regel, die auch Jahre nach ihrer Einführung kaum bekannt ist.

Die Gruppe B begann mit einer überraschenden 0:1-Niederlage des TSV Nördlingen II gegen den FSV Reimlingen. Die bunt zusammengewürfelte TSV-Mannschaft mit Akteuren aus der Ersten, der U23 und auch zwei U19-Spielern scheiterte mehrfach an FSV-Keeper Markus Diethei. In der weiteren Gruppenphase gewannen die von Andreas Schröter gecoachten TSV-ler gegen die SpVgg Riedlingen 2 (4:0) und auch gegen den TSV Harburg (4:2). Die Burgstädter konnten die Niederlage im letzten Gruppenspiel verschmerzen, da sie gegenüber der punktgleichen SpVgg Riedlingen 2 das bessere Torverhältnis hatten. Der FSV Reimlingen verlor gegen den TSV Harburg 0:2, wobei Christian Kremer eine Riesenchance ausließ (10.) und in der Schlussminute Robin Helmschrott mit einem Zehn-Meter-Strafstoß an Torwart Luca Walzel scheiterte. Auch in ihrem letzten Gruppenspiel gegen die SpVgg Riedlingen 2 (0:1) vergaben die Reimlinger in der letzten Minute einen Zehn-Meter-Strafstoß (diesmal durch Sebastian Engel).

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Im ersten Halbfinale zwischen dem SV Holzkirchen und dem TSV Harburg hatte der Kreisklassist den besseren Start: Der Kopfball von Matthias Pickel setzte auf der Latte auf und U19-Akteur Daniel Langer wurde gerade noch geblockt. Ein Ballverlust von Micha Köhnlein an Jonas Wiedenmann führte zum 1:0 durch Pickel und nach 42 Turnierminuten zum ersten und einzigen Gegentor für Holzkirchen. Doch die Führung währte gerade mal 70 Sekunden, denn Marcel Köhnlein traf zum 1:1, und eine Minute später fiel der 2:1-Siegtreffer durch einen Flachschuss von Armin Rau.

Noch torärmer gestaltete sich das zweite Semifinale zwischen dem TSV Nördlingen II und der FSG Mündling-Sulzdorf. Die Rieser hatten zwar Abschlüsse durch Etienne Perfetto und Julian Bosch, doch die stabile FSG-Abwehr ließ keine hochkarätigen Chancen zu. Die klarste FSG-Gelegenheit hatte viereinhalb Minuten vor Spielende Andreas Probst, der völlig allein vor Torwart Andre Behrens knapp vorbei zielte. Jakob Mayer hatte auf TSV-Seite zweimal Abschlusspech, ehe 26 Sekunden vor der Schlusssirene Rudolf Dahms im Anschluss an einen umstrittenen Freistoß per Flachschuss zum 1:0-Endstand traf.

Auch das Endspiel zwischen dem SV Holzkirchen und dem TSV Nördlingen II endete 1:0 durch den Spieler der entscheidenden Tore, Armin Rau. Die Vorarbeit hatte Joshua Zwickel geliefert, und Rau stolperte die Kugel im zweiten Versuch mehr oder weniger über die Linie (5.). In den Minuten zuvor hatte Torwart Schröppel klasse gegen Dahms gehalten und sein Gegenüber Behrens war bei einem Havur-Freistoß noch mit den Fingerspitzen dran. Auch Robert Zwölfer hatte für den TSV die Chance zum Führungstor. TSV-Coach Schröter ärgerte sich beim Stand von 0:0 über eine Schiedsrichterentscheidung enorm: „Das war eine spielentscheidende Szene, denn es wäre eine Überzahlsituation 3 gegen 1 entstanden.“ Insgesamt war es ein Endspiel mit nur wenigen Fouls, aber auch mit viel zu wenig Torszenen. Nach dem 1:0 hatten Mayer und Zwölfer noch Chancen zum Ausgleich, aber auch Armin Rau hätte nach einem Strauß-Zuspiel noch erhöhen können.

Insgesamt 450 Zuschauer besuchten die Veranstaltung trotz des ungünstigen Sonntagabend-Termins. Spielleiter Wolfgang Beck hatte die Spielzeit von den publizierten 15 Minuten auf zwölf Minuten verkürzt. Etwas eigenmächtig bestimmte er bei der Siegerehrung kurzerhand Max Knöpfle vom TSV Nördlingen II zum Torschützenkönig. Der nach Ablauf seiner Rotsperre erstmals wieder spielberechtigte TSV-Akteur hatte ebenso zwei Tore wie sieben andere Spieler auch. Zum besten Torhüter wurde Andreas Schröppel vom SV Holzkirchen gewählt, der in vier von fünf Spielen ohne Gegentor blieb. Stark war freilich auch Manuel Durner, Torwart der SpVgg Riedlingen 2. Die Wahl zum besten Feldspieler gewann Manuel Fensterer, der Spielertrainer der Burgstädter, wobei das Coaching beim Turnier Sebastian Schneider übernahm. Die Spiele standen unter der Leitung von Jonathan Schädle, Ralf Sedlatschek, Sebastian Stadelmayr und Norbert Süß.

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