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Futsal

30.12.2019

Exakt 50 Tore beim Finalturnier

Das Siegerteam des TSV Nördlingen in bester Laune mit dem überdimensionalen Wanderpokal.
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Das Siegerteam des TSV Nördlingen in bester Laune mit dem überdimensionalen Wanderpokal.
Bild: Szilvia Izsó

Der TSV Nördlingen gewinnt erstmals seit 2010 wieder die Hallenmasters im Landkreis Donau-Ries. Auch der Zweite Deiningen darf zur Endrunde des Fußballkreises Donau.

Bei der 34. Auflage der Futsal-Hallenmasters im Landkreis Donau-Ries holte sich erstmals seit 2010 und zum vierten Mal insgesamt der TSV Nördlingen den Titel und damit den Humanus-Wanderpokal, auf dem bisher nur der Name des SV Holzkirchen (Sieger 2018 und 2019) verewigt ist. Im Endspiel vor fast 600 Zuschauern in der Nördlinger Hermann-Keßler-Halle gewann der TSV Nördlingen gegen die SpVgg Deiningen mit 2:0. Beide Mannschaften sind damit am kommenden Sonntag in Wertingen bei den erstmals ausgetragenen Meisterschaften des Fußballkreises Donau spielberechtigt. Insgesamt fielen in 15 Spielen 50 Tore. 3,33 Tore bei einer Spielzeit von 15 Minuten sind zu wenig – oder, wie es ein Zuschauer formulierte: „Wenn du zur richtigen Zeit auf die Toilette gehst, dann versäumst du nichts“.

In Gruppe A holte sich der TSV Nördlingen mit drei Siegen den Gruppensieg. Gecoacht wurde das TSV-Team von U23-Trainer Daniel Kerscher, doch reine Bezirksligaspieler waren nur zwei (Genrich Morasch und Sascha Hof) an Bord. Allerdings stand mit Philipp Buser ein Feldspieler im Tor und aus der U19 hatte Mirko Puscher seinen Einsatz. So richtig Dampf im Kessel war erst im letzten Gruppenspiel zwischen den bis dahin punktgleichen Mannschaften der SpVgg Ederheim und der SpVgg Deiningen. Ederheim brauchte zum Erreichen des zweiten Gruppenplatzes einen Sieg. Doch Robin Welchner brachte Deiningen in Führung, Michael Brenner glich knapp fünf Minuten vor Spielende aus. Insgesamt gab es allein in diesem Spiel fünf gelbe Karten und eine gelb-rote Karte, sodass Ederheim in den letzten 100 Sekunden in Unterzahl war. Jakob Schichl traf innerhalb von nur 17 Sekunden zweimal zum 3:1-Sieg der SpVgg Deiningen.

In Gruppe B stieg der Titelverteidiger SV Holzkirchen mit einem schön herausgespielten 6:0-Sieg über den TSV Harburg ins Turnier ein. Dann kam die ersatzgeschwächte SpVgg Riedlingen dank zweier Freistoßtore von Tommy Oesterer zu einem 2:2 gegen den komplett angetretenen TSV Wemding. In dieser Gruppe war die Partie des TSV Wemding gegen den SV Holzkirchen der Höhepunkt. Die Wallfahrtstädter führten bis 85 Sekunden vor Schluss bereits 3:0, ehe Stefan Neuwirt das 1:3 erzielte. 48 Sekunden vor dem Ende setzte Micha Köhnlein einen Zehn-Meter-Strafstoß drüber und 24 Sekunden vor der Schlusssirene gelang Armin Rau als spielender Torwart der 2:3-Anschlusstreffer. Elf Sekunden vor Spielende dann nach einem Foul von Veit an Havur die Chance zum 3:3, doch TSV-Torwart Marco di Candia parierte den Zehn-Meter-Strafstoß von Armin Rau.

Exakt 50 Tore beim Finalturnier

Nach dieser Niederlage benötigte der SVH gegen die SpVgg Riedlingen einen Sieg zum Erreichen des Halbfinales. Doch SpVgg-Keeper Manuel Durner vereitelte mehrfach beste Gelegenheiten. Dennoch gelang dem Bezirksligisten viereinhalb Minuten vor Schluss durch Danny Draxler das Siegtor. Im abschließenden Gruppenspiel machte der TSV Wemding mit einem 4:2-Sieg über den TSV Harburg die Halbfinalteilnahme perfekt. Die Burgstädter waren damit neben dem TKSV Donauwörth die einzige sieglose Mannschaft des Turniers.

Einziges Tor fünfeinhalb Minuten vor Schluss

Der SV Holzkirchen musste im ersten Halbfinale auf seinen Hallenspezialisten Armin Rau verzichten, der sich einen Muskelfaserriss zugezogen hatte; für ihn wurde Tobias Demel nachnominiert. Torwart Sabahudin Cama verhinderte bei einem Flachschuss von Alexander Schröter einen frühen Rückstand. Erst fünfeinhalb Minuten vor Spielende gelang Puscher nach Zuspiel von Andreas Kaiser das einzige Tor. Danach verhindert Torwart Buser gegen Tuncay Havur, Joshua Zwickel und Micha Köhnlein gleich mehrfach den Ausgleich.

Knapp ging es auch im zweiten Halbfinale zwischen dem TSV Wemding und der SpVgg Deiningen zu. Schichl traf bereits nach eineinhalb Minuten für die SpVgg, wenig später visierte Sandro Morena den Pfosten an. Statt 1:1 hieß es eine Minute später 2:0, als Torwart di Candia bei einem Schuss von David Chlebisz (er spielte mit einem sogenannten Gastspielrecht) unglücklich aussah. Zwar gelang Suhrob Permatov fünfeinhalb Minuten vor Spiel-ende der Anschlusstreffer, doch es folgte nur noch eine dicke Chance von Morena.

Im Endspiel kam es zur Neuauflage des Turniereröffnungsspiels zwischen dem TSV Nördlingen und der SpVgg Deiningen. Der Kreisklassist musste auf die zuvor verletzten Marc Jackwerth und Jakob Schichl verzichten, hatte aber dennoch die ersten Chancen durch Welchner und Gerstmeier, die beide an Torwart Buser scheiterten. In der achten Minute erzielte Genrich Morasch das Führungstor für den TSV, der vier Minuten vor der Schlusssirene durch einen umstrittenen Zehn-Meter-Strafstoß von Nicolai Geiß auf 2:0 erhöhte. Sascha Hof schoss einen weiteren Zehn-Meter-Strafstoß vorbei und in der Schlussminute verhinderte Torwart Buser bei Schüssen der Brüder David und Fabian Chlebisz das Anschlusstor.

Philipp Buser wurde bei der Siegerehrung als bester Torhüter ausgezeichnet und die Wahl zum besten Feldspieler fiel auf Nicolai Geiß, ebenfalls vom TSV Nördlingen. Die meisten Treffer erzielte Jakob Schichl (SpVgg Deiningen), der fünfmal traf. Die vier Schiedsrichter der Gruppe Nordschwaben Tobias Heuberger, Maximilian Jaumann, Jonathan Schädle und Sebastian Stadlmayr verteilten insgesamt neun gelbe Karten und einmal den gelb-roten Karton gegen Marco Gröninger (SpVgg Ederheim).

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