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Ausdauersport

10.08.2019

Kurz vor Mitternacht im Ziel

100 Kilometer in 18:40 Stunden: Nicole Fischer und Matthias Stelzle.
Bild: Stelzle

Duo der Ries Hornets meistert beim „Chiemgauer 100“ die Königsdistanz

Im oberbayerischen Ruhpolding fand auch in diesem Jahr wieder der „Chiemgauer 100“ statt. Der traditionelle Berg-Ultra-Lauf ist seit 15 Jahren fester Bestandteil der Ultraläufer- Szene. Aufgrund von Umbauten im Waldstadion wurde die Veranstaltung heuer kurzerhand in die Chiemgau-Arena verlegt, in der normalerweise die Biathleten aktiv sind. Das tat jedoch der familiären Stimmung keinen Abbruch.

Jedes Jahr trifft sich ein erlesenes Starterfeld auf den verschiedenen Distanzen. Man kennt sich untereinander und durch die geringe Anzahl der Startplätze (38 auf den 100 Meilen, 67 auf den 100 Kilometern und 23 Teilnehmer auf der neu installierten Distanz 75 Kilometer) bleibt die Veranstaltung im kleinen Rahmen. Giselher Schneider, der den Lauf vor 15 Jahren ins Leben gerufen hatte, führte wie immer am Vorabend souverän durch das Briefing. Zu diesem Zeitpunkt waren die 100-Meilen-Läufer bereits seit Stunden in den Bergen rund um Ruhpolding unterwegs. Sie wählen anhand ihrer Leistungsfähigkeit die Startzeit selbst aus. Die Zeitlimits sind beim Chiemgauer für viele Läufer immer ein hartes Brot, denn diese sind sehr eng gesteckt und die Teilnehmer müssen den größten Teil davon laufend absolvieren.

Nicole Fischer, die zum zweiten Mal startete, und Matthias Stelzle, der bereits das sechste Mal teilnahm, wollten heuer die Königsdistanz von 100 Kilometern und 4800 Höhenmetern im Aufstieg im Zeitlimit von 19 Stunden zusammen schaffen. Im vergangenen Jahr hatten sie an der letzten Verpflegungsstation die Verkürzungsvariante auf 80 Kilometer gewählt.

Bedingungen werden gegen Ende immer schwieriger

Dieses Jahr wurde auch aufgrund des Schneebruchs in den Wäldern die Strecke entsprechend verändert. Sie ist den härteren amerikanischen Landschaftsläufen nachempfunden und fordert alle Energie von den Teilnehmern. Die beiden Rieser machten von Beginn an ein sehr kontrolliertes Rennen, hatten aber mit zahlreichen Regenschauern und sogar Starkregen mit Gewittern zu kämpfen. Die Bergpfade und Steige waren teilweise zu Bächen angewachsen und am Hochfellngipfel wurde es richtig ungemütlich, weil es dort schon deutlich dämmerte und man bei Sturm über den Grat zu den Thorau-Almen absteigen musste.

Schließlich schafften es die beiden 20 Minuten vor dem Zeitlimit um 23.40 Uhr ins Ziel in der Chiemgau-Arena. Glücklich, diesen wunderschönen Lauf erfolgreich beendet zu haben, nahmen sie eines der begehrten Finisher-Shirts von Giselher Schneider in Empfang. Mit der Zeit von 18:40 Std. belegte Nicole Fischer Platz fünf bei den Damen und Matthias Stelzle wurde 20. in der Männerwertung. Insgesamt waren es 28 Teilnehmer, die die volle Distanz absolviert hatten. (mst)

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