Basketball

12.09.2013

Rohdiamant aus Mittelfranken

Neuzugang Laura Geiselsöder ging bereits beim ersten Testspiel der Friendsfactory Baskets gegen Heidelberg mutig zur Sache.
Bild: Jochen Aumann

Ansbacher Talent Laura Geiselsöder soll behutsam aufgebaut werden

Mit Laura Geiselsöder aus Ansbach, genauer Burgoberbach, findet wieder einmal eine ambitionierte Athletin aus der Region, die Insider als Rohdiamanten bezeichnen, den Weg ins Ries. Wer Parallelen zu Spielerinnen wie Resi Schollweck oder Carina Högg erkennt, hat aufgepasst. Die 18-jährige Mittelfränkin kam über die Stationen Ansbach, Schwabach, Bamberg und Herzogenaurach nach Nördlingen, ist also das Pendeln zum Training und zum Spiel gewohnt. Ohne eine sportbegeisterte Familie im Rücken wäre dies aber nicht denkbar. Ihr Bruder Simon war es auch, der die körperlich robuste und 1,80 m große Gymnasiastin zum Basketball brachte. Nicht unerwähnt soll hier auch ihre große kleine Schwester Luisa bleiben (Jahrgang 2000, 1,86 m), die in Lauras Schlepptau ebenso ins Ries pendelt und in der U15 des TSV spielen wird. Auch sie gilt als basketballerischer Hochkaräter und steht bereits auf den Spickzetteln etlicher Trainer.

Für die kommende Saison stehen neben dem Abitur keine geringeren Ziele an, als mit der Regionalliga-Mannschaft des TSV Nördlingen erfolgreich zu sein und sich an das Niveau der 1. Bundesliga heranzutasten. Im ersten Vorbereitungsspiel der Saison gegen den Zweitligisten Heidelberg lieferte Laura Geiselsöder schon mal eine Aufsehen erregende Leistung ab, die viel für die Zukunft verspricht. In acht Minuten Spielzeit markierte sie elf Punkte bei 100 Prozent Trefferquote. Aber diese Leistung soll keine Bürde sein, an der sie gemessen wird. Laura soll behutsam weitergeführt werden, ihre Stärken wie Spielfähigkeit, Durchsetzungsvermögen und Ballgefühl ausbauen, an ihren Schwächen arbeiten und ohne Druck ins Friendsfactory-Gefüge eingebaut werden.

Überzeugender Testspielsieg gegen tschechischen Erstligisten

Am vergangenen Wochenende stand im Vorbereitungsprogramm der Friendsfactory Baskets ein Heimspiel gegen den tschechischen Erstligisten DSK Prag an und die überraschend zahlreich erschienenen Zuschauer, die trotz des Stadtmauerfests den Weg in die Mehrzweckhalle gefunden hatten, sahen ein überaus flottes Spiel, bei dem sich die Heimmannschaft wiederum verbessert zeigte und am Ende mit 81:56 gewann. Insbesondere Vanessa House lieferte erneut eine Glanzvorstellung ab, doch auch Natalija Bondarenko und Carina Högg bewiesen erneut, dass sie sich im Sommertraining stark verbessert haben. Linda-Lotta Lehtoranta deutete ihre Klasse in einigen Szenen an. Allerdings fehlten bei Prag zwei Schlüsselspielerinnen, die am kommenden Sonntag beim Rückspiel in Prag dabei sein werden. Gute Gelegenheit für Coach Holesovsky, sein Team weiter zu verbessern bis zum Höhepunkt der Vorbereitung, dem Benefizspiel zu Hause gegen den deutschen Meister Wasserburg am 21. September.

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