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Fußball

28.11.2020

Zwei Abgänge beim TSV Nördlingen

Michael Meir wechselt vom TSV Nördlingen zum TSV Meitingen.
Bild: Dieter Mack

Plus Trotz Zwangspause tut sich etwas beim Bayernligisten TSV Nördlingen. Es gibt zwei Transfers und eine Vertragsverlängerung zu vermelden.

Derzeit sind die Amateurfußballer zum Nichtstun verdammt. Und das für eine lange Zeit: Momentan darf nicht einmal trainiert werden, die Winterpause wurde coronabedingt vorgezogen. Bewegung gibt es dennoch – auch im Kader des TSV Nördlingen. Mit Tim Eckstein und Michael Meir verlieren sowohl die erste als auch die zweite Mannschaft jeweils einen Stürmer. Grund für den Abgang ist bei beiden, dass der Reiseaufwand von ihren Wohnorten Ellwangen und Thierhaupten zu Spielen und Training im Ries zu groß wurde.

Der 21-jährige Meir zeichnete sich als filigraner Vorbereiter aus. Er spielte seit der B-Jugend bei den Riesern und hat sich in dieser Saison als Stammspieler im Bayernligateam etabliert, absolvierte dort 23 von 26 Spielen für den Tabellenletzten und konnte dabei einen Treffer erzielen. Meir wechselt zum Bezirksligisten TSV Meitingen und Eckstein schließt sich dem FV Unterkochen an. Der 19-Jährige spielte bis zum Sommer noch in der U19-Landesligamannschaft und erzielte dort acht Tore, bevor er in der Bezirksliga für die U23 auflief.

TSV Nördlingen sucht noch nach neuem Torhüter

Die schon begonnene Winterpause ist bereits das vierte Wechselfenster der laufenden Saison, doch wird es auch Zugänge geben? Sportdirektor Andreas Schröter und Abteilungsleiter Andreas Langer sehen die Mannschaft des Schlusslichts „qualitativ und quantitativ gut aufgestellt“. Auf der Suche seien sie noch nach einem Torwart, da aus der Jugend kurzfristig kein Spieler dafür infrage komme. Dennoch: „Die Identifikation mit dem Ries und dem TSV sind, unserer Meinung nach, ganz wichtige Elemente für Stabilität.“

Die Bayernligamannschaft des TSV konnte im gesamten Jahr 2020 nur ein einziges Punktspiel zu Hause absolvieren. „Aus lediglich einem Heimspiel mit knapp 100 Zuschauern konnte der TSV keinerlei Einnahmen rekrutieren. Wir sind daher umso mehr auf externe Gönner unserer Fußballabteilung angewiesen und froh, einige Zusagen der weiteren Unterstützung erhalten zu haben. Doch leider sind auch einige Defizite entstanden“, sagt Schröter. Langer ergänzt: „Der Haushalt 2020/21 ist eine sehr große Herausforderung für uns.“ Übrigens: Auch die Trainer und Spieler mussten Abstriche bei ihren Entschädigungen hinnehmen, was laut der beiden Verantwortlichen ohne Probleme akzeptiert wurde.

Verantwortliche beim TSV Nördlingen haben wenig Hoffnung, dass die Saison wie geplant zu Ende geht

Während die Regionalliga im Jahr 2021 bereits Anfang Februar den Ligapokal plant, sind in der Bayernliga nicht einmal die TSV-Nachholspiele gegen Ismaning und in Donaustauf terminiert. Laut aktuellem Plan findet das erste Punktspiel am 10. April zu Hause gegen Türkspor Augsburg statt. Besteht bei den TSV-Verantwortlichen überhaupt noch Hoffnung, dass die Saison zu Ende gespielt wird? „Mit dem aktuellen Stand ist die Hoffnung nahe der Nulllinie. Ich denke, dass uns die Pandemie noch viel länger im Bann hält“, sagt Schröter.

Ein leidiges Thema nicht nur in der Bayernliga ist der Ligapokal, der hier noch nicht einmal begonnen wurde. Andreas Schröter ist diesbezüglich sehr skeptisch: „Der Ligapokal wurde geschaffen, um die fehlenden Punktspiele und somit die fehlenden Einnahmen für die Vereine im gewissen Rahmen aufzufangen. Dieser Plan ist komplett in die Hose gegangen und ausgefallen. Es wird auch terminlich in naher Zukunft schwierig werden, diesen Ligapokal in einer geordneten Form noch einzubauen.“

Verlängert wurde bereits der Vertrag mit Cheftrainer Daniel Kerscher bis Juni 2022. „Wir haben mit den letzten beiden Siegen in Regensburg sowie zu Hause gegen Landsberg gute Ergebnisse erzielt. Wir werden weiterhin von Spiel zu Spiel schauen, was noch möglich ist. Die Arbeit vom gesamten Trainerteam ist hervorragend, speziell das große Engagement von Cheftrainer Daniel Kerscher“, erklärt Langer.

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