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Verkehr

28.06.2013

Achtung Urlauber: Österreich streicht Ausnahmeregelung für Mautpflicht

Bald ist auch auf der Inntalautobahn A12 zwischen Kiefersfelden und der Autobahnausfahrt Kufstein-Süd wieder Vignettenpflicht.
Bild: Stefan Puchner (dpa)

Ab Dezember 2013 gilt die Vignettenpflicht wieder in ganz Österreich. Die seit 1997 ausgenommene Strecke auf der Inntalautobahn A12 über die Grenze wird somit kostenpflichtig.

Österreich streicht die Ausnahmeregelungen zur Autobahn-Maut bei Kufstein und Bregenz. Ab Dezember 2013 werden auf der Inntalautobahn A12 zwischen Kiefersfelden und der Autobahnausfahrt Kufstein-Süd die seit 1997 ausgesetzten Vignettenkontrollen wieder aufgenommen.

Auto- und Motorradfahrer, die von Deutschland aus über das kurze Autobahnteilstück in die Tiroler Urlaubsregionen am „Wilden Kaiser“ oder die Kitzbühler Alpen fahren, benötigen also wieder eine Autobahnvignette. Wer ohne erwischt wird, muss 120 Euro Strafe zahlen.

Österreich macht Mautpflicht einheitlich

Proteste gibt es auf beiden Seiten der Grenze. Ein Sprecher der österreichischen Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft, kurz AFSINAG, weist aber Kritik zurück: „Die Mautpflicht gilt nun einheitlich in ganz Österreich.“ Die Sonderlösung bei Kufstein sei nach dem Ende der Sonderlösung in Vorarlberg einfach nicht mehr aufrechtzuerhalten.

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Hintergrund der Änderung ist der fertige Ausbau des Pfändertunnels. Damit entfällt mit dem 3. Juli laut AFSINAG der Grund für eine günstige Korridorvignette  für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen. Bisher konnte man für zwei Euro pro Fahrt Bregenz umfahren – nun muss man auch hier mindestens ein 10-Tages-Pickerl erwerben, um ungestraft durch den Tunnel gen Süden reisen zu dürfen.

Deutsche Gemeinde will gegen Österreichs Vignettenpflicht klagen

Und mit dem Argument der Gleichbehandlung wird ab Dezember auch bei Kiefersfelden wieder kontrolliert. Besonders Wintersportler aus Bayern müssen sich jetzt eine Vignette wegen dieses sechs Kilometer langen Autobahnteilstücks besorgen. Die Kosten: Ab Dezember soll sie 8,50 Euro kosten. Das ist ein gutes Geschäft, wenn man bedenkt, dass zur Hauptsaison bis zu 30.000 Wintersportler am Tag in Richtung der Skigebiete unterwegs sind. Besonders in Kiefersfelden ist man mit der Lösung unzufrieden. Die Gemeinde kündigte bereits an, dagegen zu klagen.

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