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Aufregung um Topmodel
22.06.2016

Heidi Klum lässt Hund ins Bett: Wie unhygienisch ist das eigentlich?

Heidi Klum lässt einen Hund ins Bett.
Foto: Uwe Anspach (dpa)

Topmodel Heidi Klum wird dafür kritisiert, mit einer Dogge im Bett zu schlafen. Was ein Augsburger Tierarzt dazu sagt.

Eine goldene Regel des Internets lautet: Haustiere bringen Klicks. Sie sind aber auch ein Aufregerthema par excellence – gerade wenn es um die Grenzen dessen geht, was die Tiere dürfen und was nicht. Ein von Heidi Klum gepostetes Bild auf Instagram und Facebook bestätigt derzeit diese Regel. Das Model liegt darauf scheinbar nackt im Bett. Daneben räkelt sich eine Bulldogge, wahrscheinlich die ihres Freundes Vito Schnabel. Den Vierbeiner neben Klum finden aber nicht alle süß. Zwischen Lobpreisungen der Klum’schen Fanschar und internettypischen Beleidigungen mischen sich auch einige Kommentare, die Klum dafür kritisieren, den Hund im Bett schlafen zu lassen.

Der Augsburger Tierarzt und Mikrobiologe Stefan Binder sagt: An sich ist es nicht schlimm, wenn der Hund mit im Bett schläft. Allerdings mit Einschränkungen. „Es kommt immer auf das einzelne Tier an“, sagt der Veterinär. Es kann durchaus zu einer Vielzahl von Problemen kommen, wenn der Hund die menschliche Schlafstätte mitbenutzt. Zunächst zu hygienischen und gesundheitlichen. Jeder Hund verliert Haare und Schmutz. „Das kann Allergien auslösen“, sagt der Experte. Bei engem Kontakt steige zudem die Gefahr, Krankheitserreger vom Tier zu erhalten – oder sie auf dieses zu übertragen. Das passiere recht häufig, typisch seien beispielsweise Darmbakterien, die Durchfall auslösen können.

Binder empfiehlt, einen Hund nur ins Bett zu lassen, wenn gewissenhaft auf seine Hygiene geachtet wird. Dazu gehört: Viermal im Jahr entwurmen, tägliches Kämmen mit Fellpflege, Impfungen sowie Schutz vor Parasiten. Aber: „Ich persönlich halte eine zu sterile Lebensweise auch nicht für gesund“, sagt Binder. Wer regelmäßig mit Tieren in Kontakt komme, der entwickle nach neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen auf die Dauer ein stärkeres Immunsystem.

Hund im Bett: Gefahr für die Gesundheit?

Gesundheitlich droht nach Ansicht des Experten nicht viel Gefahr. Für potenziell gravierender hält der Tierarzt die Auswirkungen auf das Verhalten des Hundes, wenn er mit dem Menschen das Bett teilt. Denn hier kann der Hund Platzansprüche entwickeln – und Schutzinstinkte, die im Extremfall zu Angriffen führen können. Wie immer beim Tier kommt es laut Binder auf den Einzelfall, die Rasse und den Charakter des Tieres an. Und darauf, wie eine Person auf das Tier wirkt. „In einer Familie hat ein Hund den Freund seines Frauchens aggressiv vom Sofa vertrieben. Der hat auch zugebissen, wenn der Mann nicht gegangen ist“, sagt Binder.

Ein anderes Detail im Bild sorgte nebenbei noch für ähnlich viele „besorgte“ Kommentare. Heidi hatte neben sich im Bett ihr Handy liegen, das am Ladekabel hing. Das sende viel schädliche Strahlung aus, rügten einige Fans ihre Heidi.

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