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Loveparade

24.07.2010

Augenzeuge: "Tunnel wirkte wie eine Falle"

Die Loveparade 2010 endete in einer Katastrophe.
Bild: mg axb

Ein Besucher der Loveparade in Duisburg beschreibt nach der Massenpanik schreckliche Bilder: "Überall lagen Menschen auf dem Boden herum. So stelle ich mir Krieg vor." Ein anderer Augenzeuge sagte, er hätte die Polizei vorher gewarnt.

Ein Besucher der Loveparade in Duisburg beschreibt nach der Massenpanik schreckliche Bilder: "Überall lagen Menschen auf dem Boden herum. So stelle ich mir Krieg vor." Ein anderer Augenzeuge sagte, er hätte die Polizei vorher gewarnt.

Der Tunnel zum Loveparade-Gelände hat nach Angaben eines Augenzeugens wie eine "Falle" gewirkt. "Überall lagen Menschen auf dem Boden herum. So stelle ich mir Krieg vor", sagte ein Augenzeuge dem Nachrichtensender n-tv. Die Veranstalter seien vermutlich nicht richtig auf die Menschenmassen vorbereitet gewesen. "Das war programmiertes Chaos."

Das Gelände sei wegen Überfüllung abgesperrt gewesen, und von hinten hätten durch den Tunnel die Massen gedrückt, sagte er. "Der Tunnel ließ keine Fluchträume zu." Die Polizei und die Rettungskräfte hätten schnell versucht, an die Menschen zu kommen, was aber schwierig gewesen sei.

Augenzeuge: "Tunnel wirkte wie eine Falle"

Polizei vor der Gefahr einer Massenpanik gewarnt

Mehr als eine halbe Stunde vor der Massenpanik in einem Tunnel vor dem Loveparade-Gelände haben Augenzeugen die Polizei vor der Gefahr gewarnt. "Wir standen mittendrin. Es hatten immer mehr Menschen noch versucht, zum Gelände zu kommen", sagte der 21-jährige Raver Fabio der dpa. "Wir waren schon durch den Tunnel durch und standen auf dem kurzen Stück vor dem Eingang. Dort ging es aber nicht weiter." Einige seien über Zäune und eine Leiter geklettert.

"Wir sind danach durch den Tunnel zurück. "Meine Freundin und ich haben schon kaum mehr Luft mehr bekommen und haben die Ellbogen ausgefahren, um noch wegzukommen. Anschließend haben wir die Polizei alarmiert und gesagt, dass es im Tunnel gleich zur Massenpanik kommen wird." Passiert sei aber erst einmal nichts. "Das war etwa eine Dreiviertelstunde vor dem Unglück gewesen. Da waren aber schon Leute reihenweise zusammengeklappt." dpa

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