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Australien
08.07.2011

Empörung: Shell will nahe Korallenriff nach Gas bohren

Ölriese Shell
Foto: DPA

Australische Umweltschützer sind  empört. Energieriese Shell will nahe eines als Weltnaturerbe eingestuften Korallenriffs  nach Gas bohren.

 "Wir sind sehr besorgt darüber, dass die  australische Regierung dem Öl- und Gassektor erlaubt, so nah an der  Welterbestätte des Ningaloo-Riffs zu arbeiten", sagte Paul Gamblin  von der Umweltschutzorganisation WWF am Freitag dem ABC Radio. Die  UNESCO hatte das 260 Kilometer lange Riff an der Westküste  Australiens erst Ende Juni in die Welterbeliste aufgenommen. Den  Umweltaktivisten zufolge könnte das Riff, das exotischen Fischen,  Meeresschildkröten und Weißwalen als Heimat dient, durch die  Gasbohrungen bedroht sein.

Shell teilte mit, sich der Biodiversität und dem Wert des Erbes  der Ningaloo-Region bewusst zu sein und die Arbeiten entsprechend  danach auszurichten. Die Gasbohrarbeiten würden in 70 Kilometern  Entfernung des Riffs und 50 Kilometer von der Grenze des  Ningaloo-Wasserparks stattfinden.

Die Pläne des Energiekonzerns stünden in Einklang mit dem  Umweltschutzgesetz, erklärte der australische Umweltminister Tony  Burke gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Seit einer Ölpest an  der Nordküste Australiens vor zwei Jahren seien die Vorschriften  für Bohrungen auf offener See verschärft worden. afp

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