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Bielefeld
15.09.2016

Wirt schickt verschleierte Muslima aus Lokal - und bekommt Shitstorm

Eine Muslima sollte in einem Lokal in Bielefeld ihren Schleier ablegen. Der Wirt wehrt sich seitdem gegen Kritik. (Symbolbild)
Foto: Ali Haider (dpa)

Ein Wirt in Bielefeld hat eine verschleierte Muslima aus seinem Lokal verwiesen. Jetzt wehrt er sich gegen den Shitstorm und gegen die Vorwürfe, ein Rassist zu sein.

Ein Lokal in Bielefeld steht heftig in der Kritik und bekommt zurzeit reihenweise schlechte Bewertungen. Der Wirt erklärt auf der Facebook-Seite die Hintergründe: "Wenn Ihr Euch über die vielen negativen Bewertungen seit gestern wundert: Ich bin gestern mit einer Muslima aneinander geraten und habe dadurch wohl jetzt einen Shitstorm an der Backe!".

Was war in dem Lokal genau vorgefallen? Der Wirt hat dem Westfalen-Blatt den Vorfall geschildert. Demnach habe er die Frau mit Niqab zuerst dazu aufgefordert, ihren schwarzen Schleier abzulegen, als sie am Samstag in sein Lokal kam. "Ich möchte meine Gäste sehen", begründet er das in dem Bericht.

Daraufhin habe die verschleierte Frau schnippisch reagiert und sich geweigert, den Schleier abzulegen. Am Ende sei sie schimpfend gegangen - und einige Stunden später setzte in den sozialen Netzwerken der Shitstorm mit den schlechten Wertungen ein.

Verschleierte Muslima abgewiesen: Wirt bekommt nach Shitstorm Unterstützung

Der Wirt wehrt sich nun gegen die Vorwürfe, rassistisch oder intolerant zu sein. Er setze auch erkennbare Neonazis vor die Tür, sagte er dem Westfalen-Blatt. Außerdem führt er an, dass seine Mitarbeiter aus den verschiedensten Ländern kommen. Wohl zum Beweis zeigt das Profilbild auf der Facebook-Seite des Lokals nun den Wirt zusammen mit seinem Koch aus Ghana.

In Deutschland ist eine Diskussion um ein Burka-Verbot entbrannt. Die Burka ist aber nur die bekannteste Form der Verschleierung. Es gibt auch Nikab, Hidschab und Tschador.
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Foto: Frank Leonhardt, dpa

Mittlerweile nehmen viele Gäste den Wirt auf Facebook in Schutz. Das sei sein gutes Hausrecht gewesen, heißt es hier. Und ein anderer schreibt, dass der Wirt den Ruf habe, alles andere als rassistisch zu sein.

Der Wirt bedankt sich auf Facebook dafür: "Ich sitze hier und habe ganz rote Ohren vom vielen Lob und den tollen Bewertungen. Danke, danke, danke. Meine Familie und meine Mitarbeiter aus vielen Nationen bedanken sich ebenfalls bei Euch." sge

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Die Diskussion ist geschlossen.

15.09.2016

Der Wirt hatte Recht, er will seine Gäste ins Gesicht sehen können und er hat nur von seinem Hausrecht gebrauch gemacht, er hat die Verschleierte ja nicht rausgeschmissen, sondern nur aufgefordert, das Verdeck abzunehmen.

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15.09.2016

Sind Sie sicher, daß das Hausrecht ein Abnahme von Kleidung beinhaltet? Ich nicht.

Natürlich hat ein solches Verhalten rassistisches Gedankengut. Abe da ist der Wirt nicht alleine. Stündlich werden es in Deutschland immer mehr mehr mehr .....

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16.09.2016

Hier geht es doch nicht um Kleidung, sondern um das Gesichtsverdeck. Man kann ja auch nicht feststellen ob es sich um Männlein oder Weiblein handelt.

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