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Brandenburg
18.07.2019

Fliegerbomben: Bombenentschärfung in Oranienburg im Gange

Eine Aufnahme von einer Bombenentschärfung in Oranienburg im Jahre 2016.
Foto: Nestor Bachmann/dpa (Archiv)

Seit Donnerstagmorgen werden zwei Weltkriegsbomben in Oranienburg entschärft. Dabei handelt es bereits um die 206. und 207. Entschärfung in der Region.

Die Stadt Oranienburg hat bereits Übung in Sachen Bombenentschärfung. Zum 206. und 207. Mal seit der Wende werden am heutigen Donnerstag zwei 500-kg-Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. Die Bomben liegen in rund sechs Metern Tiefe am Treidelweg, südöstlich des Bahnhofs, in der Nähe des Oder-Havel-Kanals. Vom Sperrkreis, der ab Uhr eingerichtet wurde, sind etwa 5100 Personen sowie die Schifffahrt auf dem Oder-Havel-Kanal betroffen.

Sollte eine Entschärfung nicht möglich sein, müssten die beiden Bomben gesprengt werden, sagte der Sprecher der Stadt, Gilbert Collé. Die 500 Kilogramm schweren Bomben sind amerikanischer Bauart. Das hatte der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg (KMBD) am Mittwochvormittag festgestellt. Entdeckt wurden sie im April 2019 auf einem Grundstück bei der systematischen Kampfmittelsuche.

Bombenentschärfung: Über 5000 Menschen in Oranienburg betroffen

Neben Wohnungsgrundstücken befinden sich im Sperrkreis unter anderem auch Teile der Klinik Oranienburg. Die Klinik teilte am Mittwoch mit, dass die Rettungsstelle weiterhin geöffnet bleibe. Die Anfahrt für ambulante Patienten laufe über die Berliner Straße/Robert-Koch-Straße. Selbst der Zugverkehr in der Region ist betroffen: Zwischen Birkenwerder und Oranienburg fährt der Schienenersatzverkehr stattdessen im 20-Minuten-Takt, der S-Bahnhof Lehnitz wird jedoch nicht angefahren. Im Regionalverkehr kommt es zu Einschränkungen.

Für Anwohner der Sperrzone wurden in Oranienburg Anlaufstellen im Regine-Hildebrandt-Haus, dem Bürgerzentrum und der Turnhalle Germendorf eingerichtet. Der Schlosspark öffnete wegen der Bombenentschärfung bereits um 8 Uhr. Laut einer Pressemitteilung der Stadt Oranienburg kann mit einer Aufhebung des Sperrkreises voraussichtlich nicht vor 19 Uhr gerechnet werden.

Oranienburg hat 45.0000 Einwohner und liegt im Landkreis Oberhavel im Norden Brandenburgs. An die Stadt angrenzend lag das Konzentrationslager Sachsenhausen. Die Region wurde im Zweiten Weltkrieg von den US-amerikanischen Streitkräften besonders stark bombardiert. (AZ, dpa)

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