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Echo
26.04.2018

Sophia Thomalla kritisiert Echo-Abschaffung

Auch Sophia Thomalla äußerte sich nun zum Echo-Debakel.
Foto: Daniel Reinhardt, dpa

Den Echo wird es in seiner ursprünglichen Form nach den Antisemitismus-Vorwürfen nicht mehr geben. Nicht alle Stars scheinen damit einverstanden zu sein.

Farid Bang und Kollegah erhalten den Echo, etliche Musiker kritisieren die Entscheidung und geben sogar den Preis zurück, Sponsoren springen ab, der Echo wird abgeschafft - in kurzer Zeit hat die Echo-Verleihung an die Gangster-Rapper hohe Wellen geschlagen. Vom Zentralrat der Juden bis zu Marius-Müller Westernhagen reichten die Proteste.

Sogar die 17-fache Echo-Siegerin Helene Fischer äußerte sich zu dem Debakel, obwohl ihre bisherige Neutralität ihr Spitznamen wie "Fräulein Zuckerguss" einbrachten. Nun haben die Veranstalter reagiert: Den Preis mit diesem Namen werde es nicht mehr geben, teilte der Bundesverband Musikindustrie mit. Die Marke Echo sei so stark beschädigt worden, dass ein vollständiger Neuanfang notwendig sei, heißt es in der Mitteilung. Im Beirat, der das Rap-Album wegen der Kunstfreiheit nicht aus dem Rennen nahm, gab es Rücktritte.

Echo wird abgeschafft: Wie sind die Reaktionen?

Doch auch hier scheiden sich die Geister in der Musikindustrie. Einige halten die Entscheidung für angemessen und unabdingbar, wie zum Beispiel die mehrfache Echo-Moderatorin Barbara Schöneberger. Sie kann die Abschaffung des Musikpreises nachvollziehen. "Völlig richtig. Selber schuld, dass es jetzt so kommen musste. Das hätte man vorher auch anders hinkriegen können", sagte die Entertainerin am Rande der Parfümpreisverleihung "Duftstars" in Berlin der Deutschen Presse-Agentur. "Aber ehrlich gesagt sind wir nach der Aktion alle der Meinung, dass der Echo so nicht weiter existieren konnte."

Echo: Sophia Thomalla kritisiert die Entscheidung

Nun äußerte sich auch Sophia Thomalla zum Echo-Debakel und kritisierte die Entscheidung zur Abkehr vom Echo. "Ja genau lieber BVMI,
Lasst uns unseren einzigen Publikumspreis, den wir haben in einen Award verwandeln, der genauso funktioniert wie die meisten Filmfestivals. Jury entscheidet, welcher Film der Beste ist. Nämlich der, den noch keine Sau gesehen hat." Der Preis hatte sich vor allem an Verkaufszahlen orientiert und auch darauf geht die Schauspielerin ein.

Erst im Dezember vergangenen Jahres erregte Thomalla Aufmerksamkeit, weil sie sich für einen Werbesport leicht bekleidet als Jesus am Kreuz zeigte. (AZ, dpa)

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