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Ulm

08.01.2018

Einbrecher töten 59-Jährigen - Polizei geht von zwei Tätern aus

Unbekannte waren in der Nacht zum Samstag in ein Haus am Veltlinerweg in Ulm eingedrungen. Sie töteten den 59-jährigen Bewohner.
Bild: Michael Kroha

Nachdem ein Mann in Ulm in seinem Haus von Einbrechern tödlich verletzt worden ist, ermittelt nun eine Sonderkommission. Die Polizei geht von zwei Tätern aus.

Unbekannte waren in der Nacht zum Samstag in das Haus eingedrungen, in dem der 59-Jährige mit seiner 91 Jahre alten Mutter wohnte. Der Mutter taten die Täter nichts an. Den Angaben zufolge schlugen die Unbekannten den Mann nieder, fesselten ihn und verletzten ihn schwer. Er starb noch am Samstag im Krankenhaus. Wer für die gewalttätige Tat verantwortlich war, sei noch nicht bekannt, so die Ermittler. Sie gehen von zwei Tätern aus (hier finden Sie Tipps der Polizei, wie man sich bei einem Einbruch verhalten soll).

Der Veltlinerweg am Eselsberg in Ulm: eine gepflegte Wohngegend, in der sich Einfamilien- und Reihenhäuser abwechseln. Einige Mehrfamilienhäuser lockern die Siedlung auf. Die Straßen sind eng. Ein unübersichtliches Gewirr kleiner Wege und Stege erschließt den Hang. Hier spielt sich in der Nacht zum Samstag ein Drama ab, das für einen 59-Jährigen tödlich endet.

Einbrecher lassen verletztes Opfer zurück

Gegen 2.30 Uhr dringen Unbekannte in das Reihenhaus ein, in dem der Mann mit seiner 91 Jahre alten Mutter wohnt. Die Polizei geht derzeit von mindestens zwei Tätern aus. Die Hausbewohner werden auf die Männer aufmerksam.

Fest steht, dass wenigstens einer der Täter das 59-jährige Opfer angreift und den Mann niederschlägt und fesselt. Anschließend ergreifen die Einbrecher die Flucht und lassen ihr Opfer schwer verletzt zurück. Der 91-jährigen Mutter tun die Täter nichts an. In dem unübersichtlichen Wohngebiet verschwinden die Einbrecher unbemerkt und auch unerkannt – ob mit oder ohne Beute, ist zunächst unklar.

Der 59-Jährige kommt ins Krankenhaus und stirbt dort am Samstag. In den nächsten Tagen soll eine Obduktion klären, ob die Verletzungen zum Tod führten. Die Seniorin wird derweil von Angehörigen betreut. Ob sie vernehmungsfähig ist oder bereits Aussagen getätigt hat, war am Sonntag nicht zu erfahren.

Polizei bittet Zeugen um Hinweise

Der Ulmer Polizei stellen sich viele offene Fragen, denen sie mit Hochdruck nachgeht. Wie kamen die Täter ins Haus? Haben sie sich ihr Opfer gezielt ausgesucht? Haben sie nicht damit gerechnet, dass außer der 91-Jährigen weitere Bewohner daheim sind? Wurden die Einbrecher überrascht? Kam es zum Kampf? Warum fliehen die Einbrecher nicht, als sie entdeckt werden?

Ebenso ist zu fragen: Besteht ein Zusammenhang zu einem Einbruch in der gleichen Wohngegend in der Neujahrsnacht? Auch hier sind die Täter flüchtig.

Am Samstag und Sonntag fahnden die Beamten intensiv, zeitweise durchkämmen sie mit Hunden das Wohngebiet, auch kommt ein Hubschrauber zum Einsatz. Ermittler rücken aus und gehen von Haus zu Haus, um mögliche Zeugen zu befragen – etwa in der Nachbarschaft. Eine heiße Spur gibt es bis Sonntagabend aber noch nicht.

Bei der Suche bittet die Kriminalpolizei die Bevölkerung um Hinweise. Wer etwas Verdächtiges beobachtet hat, soll sich an die Ulmer Kriminalpolizei unter der Telefonnummer 0731/1880 oder an jede andere Polizeidienststelle wenden.

Immer wieder Gewalttaten von Einbrechern in Bayern

Immer wieder schrecken Gewalttaten von Einbrechern die Menschen in Bayern auf. Vor einem knappen Jahr machte ein Fall im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen Schlagzeilen: Im Königsdorfer Ortsteil Höfen drangen Unbekannte in das Haus einer 76-jährigen Witwe ein und misshandelten die Frau und ihre zwei Besucher brutal. Die Witwe überlebte knapp, die Männer starben an den schweren Schlagverletzungen. In einem anderen Fall folterten drei Einbrecher in Weiden in der Oberpfalz drei Senioren mit Schlägen, Stichen und Scheinhinrichtungen. (mit dpa)

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Die Diskussion ist geschlossen.

08.01.2018

Immer wieder Gewalttaten von Einbrechern in Bayern ...

Wie gibts denn sowas? Im allerallersichersten aller Bundesländer . . .

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08.01.2018

(bitte diese persönlichen Angriffe zu unterlassen!/Die hierauf folgenden Streitereien wurden gelöscht/mod) Bayern ist das sicherste Bundesland von Deutschland. Das heisst aber doch nicht, das es keine Kriminallität gibt. Es ist jedensfalls sicherer als z.B. Berlin oder NRW.

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08.01.2018

Können Sie eigentlich wie ein Papagei nur nachplappern, was Ihnen andere vorsagen?

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08.01.2018

Bayern ist nach Seehofer das Paradies - offenbar vor allem für Einbrecher . . .

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08.01.2018

Vergleichen Sie mal die Bevölkerungsdichte von Bayern, Berlin und NRW. Hätte Bayern die Bevölkerungsdichte von Berlin oder NRW, wäre wohl kaum ein Unterschied in der Kriminalität zu sehen.

"Die Häufigkeit von Straftaten nimmt zu, je mehr Einwohner an einem Ort geballt leben. Der Grund: Mit der Einwohnerzahl nehmen typischerweise Anonymität, soziale Gegensätze und Tatgelegenheiten zu." Quelle: Süddeutsche Zeitung

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08.01.2018

Ihr Kommentar ist so was von daneben! Da wurde ein Mensch umgebracht! Ihr Zynismus ist hier völlig unangebracht. Sie sind doch sonst immer so für Humanität. (edit/mod)

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08.01.2018

Immer wieder Gewalttaten von Einbrechern in Bayern ...

Auf diese Zwischenüberschrift im Artikel bezog sich - wenn schon - mein Zynismus und auf nichts sonst. (edit/mod)

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08.01.2018

Was sind sie für ein primitiver Mensch! Keine eigene Meinung haben aber immer und überall Kontra geben, mehr können sie nicht.

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08.01.2018

Und wieder haben Sie meine volle Zustimmung, Herr G. !

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