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Versteigerung

23.02.2021

Eine Million Pfund für eine Flasche Whisky - fast ein Schnäppchen

Eine Flasche mit 60 Jahre altem Whisky der Marke «The Macallan 1926 Fine and Rare».
Bild: Peter Dibdin/Whisky Auctioneer, dpa

„The Macallan 1926 Fine and Rare“ gilt unter Liebhabern als der beste Whisky der Welt. Was aber macht man eigentlich mit so einer kostbaren Flasche?

Whisky wird gerne als flüssiges Gold bezeichnet. Wobei die Bezeichnung in die Irre führen kann: So günstig wie Gold nämlich ist nicht jeder Whisky zu haben. Dieser jedenfalls kostet ein Zigfaches: Für etwa eine Million Pfund wurde nun eine 0,75-Liter-Flasche „The Macallan 1926 Fine and Rare“ in Schottland versteigert. Der Whisky stammt aus dem legendären Macallan-Fass 263 und gilt unter Kennern als der „Heilige Gral“, insofern muss man sagen, da hat wohl jemand ein Schnäppchen gemacht. Noch im Herbst 2019 war eine Flasche mit dem ikonischen Etikett für knapp 1,5 Millionen Pfund unter den Hammer gekommen. Ein Weltrekord, den man hoffte, dieses Mal zu übertreffen.

Whisky: In homöopathischen Dosen trinken? Nur daran riechen?

Die eine Frage also lautet: Was ist da los auf dem Whisky-Markt? Ist das Ende des rasanten Preisanstiegs erreicht. Den Dax jedenfalls hätte man mit dem Ankauf von teurem Whisky in den letzten 15 Jahren locker schlagen können. Der Knight Frank Rare Whisky 100 Index notierte in den Zehnerjahren für die besten Whiskys ein Plus von über 500 Prozent. Noch 2007 wechselte eine Flasche aus dem Fass 263 für lediglich 75.000 Dollar den Besitzer. Hätte man das nur alles schon mal früher gewusst.

Die andere Frage aber lautet: Was macht man eigentlich mit so einer Flasche? Alleine in homöopathischen Dosen trinken? Gäste dran riechen lassen und sagen: Du, das war jetzt ein Tausender, den du weggeschnüffelt hast? Zur Einweihung von Putins Palast als Gastgeschenk mitbringen? Was, wenn man vor Aufregung beim Einschenken so zittert, dass sie einem aus der Hand fällt? Eine der 14 kostbaren Flaschen ist tatsächlich bei einem Erdbeben in Japan zerbrochen. Eine soll einfach ausgetrunken worden sein. Die Umstände sind nicht bekannt. George Bernard Shaw hätte es verstanden. Whisky, schwärmte der Dramatiker, sei flüssiges Sonnenlicht. Im Grunde also einfach unbezahlbar.

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