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23.06.2017

Erpresser vor Gericht

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Er hatte mit Gift in Gummibären gedroht

Ein Rentner hat gestanden, aus Geldnot unter anderem dem Süßwarenhersteller Haribo mit der Vergiftung von Gummibärchen gedroht zu haben. Der 74-Jährige steht seit Donnerstag wegen versuchter räuberischer Erpressung vor dem Bonner Landgericht. Als er sich zur Tat entschloss, habe er nur noch drei Euro im Geldbeutel gehabt. Laut Anklage drohte er neben Haribo auch den Unternehmen Lidl und Kaufland mit der Vergiftung von Lebensmitteln. Die Firmen zahlten jedoch nicht, sondern schalteten die Polizei ein. Am vergangenen Heiligabend wurde der Dortmunder festgenommen. Der Aushilfsfahrer schilderte, dass er zunächst in mehreren Lidl-Filialen Buttersäure in Kühltheken gespritzt habe, um seinen Forderungen Nachdruck zu verleihen. Später drohte er, er werde Lebensmittel mit Zyankali vergiften – und verlangte eine Million Euro. Dann habe er in den Läden auf Produkte den Warnhinweis „Vorsicht Gift“ geklebt. Er habe aber nie die Absicht gehabt, seine Drohungen wirklich in die Tat umzusetzen. (dpa)

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