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Prozess

12.02.2015

Fall Diren: Muss der Todesschütze für zehn Jahre ins Gefängnis?

Am 27. April jährt sich der Tod des Austauschschülers zum ersten Mal.
Bild: Bodo Marks (dpa, Archiv)

Zwei Monate nach der Verurteilung wegen vorsätzlicher Tötung des Austauschschülers Diren erfährt der Täter am Donnerstag, wie lange er ins Gefängnis muss. Zehn Jahre sind möglich.

Rund zwei Monate nach seiner Verurteilung wegen  vorsätzlicher Tötung des Austauschschülers Diren erfährt der Täter, wie lange er im Gefängnis bleiben muss.

Ein Gericht in Missoula (US-Staat Montana) will am Donnerstag (17 Uhr) das Strafmaß gegen den Todesschützen festlegen.

Der wegen vorsätzlicher Tötung verurteilte Markus K. muss mit einer Haftdauer von mindestens zehn Jahren rechnen. Das Gesetz sieht je nach Schwere der Tat eine Gefängnisstrafe von bis zu 100 Jahren vor. 

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Direns Vater und sein Anwalt sind im Gericht dabei

Auch Direns Vater und sein Rechtsvertreter Bernhard Docke werden bei dem Gerichtstermin erwartet. Der heute 30 Jahre alte Täter hatte den jungen Hamburger im April 2014 erschossen, nachdem dieser nachts in seine Garage eingedrungen war. Die Geschworenen in dem Prozess meinten, er habe den Jugendlichen in eine Falle gelockt und kaltblütig hingerichtet.

Die Verteidigung hat dagegen auf Notwehr plädiert: K. habe nach zwei vorherigen Einbrüchen Angst gehabt. Der Fall machte in Deutschland Schlagzeilen, in den USA fand er landesweit kaum Beachtung. 

Die Verteidigung beantragte zwischenzeitlich ein neues Verfahren, weil ihr Mandant keine echte Chance auf einen fairen Prozess gehabt habe. Die Medien-Berichterstattung habe die Geschworenen beeinflusst. Ähnliche Vorwürfe hatten die Anwälte bereits vor dem Prozess erhoben und deshalb eine Verlegung in eine andere Stadt verlangt - was der Richter ablehnte.

Die Verteidigung will offenbar eine Verurteilung wegen eines minder schweren Tötungsdelikts erreichen. dpa

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