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10.02.2015

Femen-Frauen protestieren oben ohne vor Strauss-Kahn

Drei Femen-Aktivistinnen haben Dominique Strauss-Kahn vor seiner Vernehmung im Prozess um Sex-Partys mit einem Oben-ohne-Protest empfangen.
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Drei Femen-Aktivistinnen haben Dominique Strauss-Kahn vor seiner Vernehmung im Prozess um Sex-Partys mit einem Oben-ohne-Protest empfangen.
Bild: Philippe Huguen, afp

Drei Femen-Aktivistinnen haben Dominique Strauss-Kahn vor seiner Vernehmung im Prozess um Sex-Partys mit einem Oben-ohne-Protest empfangen.

Als der frühere Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) am Dienstag zum Gericht im nordfranzösischen Lille kam, stieg eine der Frauen mit entblößtem Oberkörper auf das Dach seines Autos.

Die beiden anderen Aktivistinnen der Frauenbewegung umringten die Limousine. Sie verlangten Schuldsprüche für Kunden von Prostituierten. Die Femen-Aktion dauerte etwa eine Minute. Die Polizei nahm die drei Aktivistinnen vorübergehend fest.

Ungewöhnlicher Protest: Bei -22 Grad demonstrierten Aktivistinnen der Bewegung Femen halbnackt vor der Zentrale des russischen Energie-Konzerns Gazprom.
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Bei -22 Grad: Nackter Protest gegen Gazprom
Bild: Maxim Shipenkov

Strauss-Kahn wurde im Prozess um Sex-Partys heute erstmals vom Strafgerichtshof befragt. In dem seit vergangener Woche laufenden Verfahren müssen sich der frühere Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) und 13 weitere Angeklagte wegen organisierter Zuhälterei verantworten.

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In der Carlton-Affäre - benannt nach einem Luxushotel - hat Strauss-Kahn seine Teilnahme an freizügigen Partys stets eingeräumt. Er will aber nicht gewusst haben, dass die beteiligten Frauen Prostituierte waren. Er habe "weder ein Vergehen noch ein Verbrechen" begangen, sagte der frühere Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) zum Beginn seiner Aussage vor Gericht.

Strauss-Kahn: Ich bin unschuldig

Zuhälterei wird als Straftat in Frankreich weit ausgelegt und umfasst etwa auch Prostitution, die von Dritten bezahlt oder bei Sex-Partys organisiert wird. Sollte der 65-Jährige das nicht gewusst haben, müsste er straffrei bleiben. Die Ermittler in Lille gehen allerdings davon aus, dass Strauss-Kahn die Prostitution klar gewesen sein muss.

Wegen einer anderen Affäre - um Vergewaltigungsvorwürfe - hatte Strauss-Kahn 2011 seinen Posten als IWF-Chef räumen müssen. Mit der betroffenen Angestellten eines New Yorker Hotels einigte er sich außergerichtlich. Der in Frankreich als "DSK" bekannte Strauss-Kahn musste auch seine Ambitionen aufgeben, 2012 für die Sozialisten als Präsidentschaftskandidat anzutreten.

In dem zunächst bis nächste Woche geplanten Prozess müssen sich mit Strauss-Kahn auch Bordellbetreiber, Hotelbesitzer und Unternehmer verantworten. Auch drei Manager des "Carlton" in Lille sind angeklagt. dpa, afp

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