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Film-Kritik und Trailer
21.09.2016

"Der Vollposten" im Kino: Ein Beamter gibt nicht auf

Ein überflüssiger Beamter: Checco Zalone wird versetzt. "Der Vollposten" erzählt seine Geschichte.
Foto: Weltkino

"Der Vollposten" war in seinem Heimatland Italien ein Hit. Nun kommt der Film auch nach Deutschland. Lohnt sich die Komödie?

Es ist nicht Checcos (Checco Zalone) Tag. Der Italiener findet sich nirgendwo in Afrika wieder, wird von einem Kannibalen-Stamm gefangen genommen und zum Verzehr vorbereitet. Der Häuptling gibt dem Durchreisenden eine letzte Chance. Er möge aus seinem Leben erzählen, lautet die Aufgabe. Überzeugt seine Geschichte, gehen die Menschenfresser heute hungrig ins Bett. So beginnt er also, der in seiner Heimat erfolgreichste italienische Film. Der Zuschauer ahnt hier bereits, dass der Humor eher schlicht ausfallen wird. Spaß kann man trotzdem haben.

Film-Kritik zu "Der Vollposten": Checco will Beamter sein

Während seine Klassenkameraden davon träumten, später einmal die Welt aus den Angeln zu heben, strebte der kleine Checco nur eines an: eine Laufbahn als Beamter. Heute ist er 38 und lässt sich noch immer von seiner Mutter umsorgen. Aber eine neue Regierungsinitiative zum Abbau der Bürokratie bringt den sicheren Stuhl zum Wackeln.

Er bekäme eine Abfindung an, wenn er seinen Platz freiwillig räumt. Aber der Beamtensohn hält bedingungslos an den eigenen Ansprüchen fest. Um Checco aus dem Amt heraus zu ekeln, versetzt man ihn an weit entfernte Orte.

"Der Vollposten" nimmt sämtliche Italien-Klischees auf die Schippe

Sympathischer Unsinn, hintergründiger Witz und einige tolle Gags wechseln sich in der Geschichte ab, die Regisseur Gennaro Nunziante und Checco Zalone gemeinsam ausgebrütet haben. „Der Vollposten“ nimmt sämtliche Italien-Klischees auf die Schippe, vom Machismo über die Mafia bis zur geliebten Mama, von der Hingabe zur eigenen Küche bis hin zum unbesiegbaren Drang zum Hupen. Bastian Pastewka synchronisiert den Spaß mit perfektem Timing.

Wertung: 3/5

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