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Forschung
15.09.2011

Studie: Lachen ist ein super Schmerzmittel

Ist Lachen vielleicht manchmal doch die beste Medizin?
Foto: dpa

Laut einer neuen Studie der Universität Oxford kann Lachen vor Schmerzen schützen. In der Gruppe werden besonders viele Endorphine freigesetzt.

Und es stimmt also doch: Lachen ist die beste Medizin. Das behauptet zumindest eine neue Studie aus Großbritannien. Forscher der Universität Oxford testeten in mehreren Experimenten die Schmerzempfindlichkeit von Menschen. Sie sind sich sicher: Lachen kann vor Schmerzen schützen. So würden beim Lachen vor allem in Gruppen Endorphine freigesetzt und die Reizschwelle erhöht.

Lustiges Video oder faktenreiche Dokumentation

Die Teilnehmer mussten sich in den Experimenten entweder ein lustiges Video oder eine ernsthafte Dokumentation anschauen, schreiben die Forscher im Fachblatt "Proceedings of the Royal Society B". In Tests habe ausgiebiges Lachen die Reizschwelle gegenüber physischem Schmerz erhöht, zum Beispiel wenn eine Manschette zur Blutdruckmessung am Oberarm immer stärker aufgepumpt wurde. Diesen Effekt konnten die Experten bei Zuschauern der ernsten Vorführungen nicht feststellen. Dies sei am besten mit der Aktivität von Endorphinen zu erklären.

"Wir vermuten, dass die körperliche Aktion beim Lachen die Aktivierung des Endorphin-Systems in Gang setzt", erklären die Wissenschaftler. Endorphine, mitunter auch als Glückshormone bezeichnet, sollen eine wichtige Rolle bei der Schmerzverarbeitung spielen und dem Organismus bei der Bewältigung von physischem und psychischem Stress helfen. Bisher wurde dieses Phänomen vor allem mit großer physischer Anstrengung, wie zum Beispiel Laufen, in Verbindung gebracht.

Lachen in der Gruppe erhöht den Effekt

Die Forscher gehen davon aus, dass das für das menschliche Lachen typische anhaltende Ausatmen ohne Luft zu holen einen ermüdenden Effekt hat, der schließlich zur Ausschüttung der Endorphine führt. Dieser Effekt wurde nach Angaben der Experten noch verstärkt, wenn sich die Versuchspersonen die lustigen Videos nicht allein, sondern in Gruppen ansahen. Die Ergebnisse zeigen, dass dann die Reizschwelle gegenüber Schmerz sogar noch höher lag. dpa

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