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Meseberg

19.11.2019

Funkloch stört "Tagesschau"-Bericht über Digitalklausur

Bis 2024 möchte die Bundesregierung alle Funklöcher in Deutschland stopfen. Schlechtes Netz sorgte am Montag dafür, dass ein Beitrag der "Tagesschau" unterbrochen werden musste.
Bild: Andreas Arnold/dpa (Symbol)

Eigentlich wollte die "Tagesschau" über das Anti-Funkloch-Treffen des Bundeskabinetts in Meseberg berichten. Doch schlechtes Netz störte die Übertragung.

Es hätte wahrscheinlich kaum einen ungünstigeren Moment für ein Funkloch geben können: Ausgerechnet während der "Tagesschau"-Schalte zum Anti-Funkloch-Treffen des Bundeskabinetts nach Schloss Meseberg in Brandenburg fror das Bild plötzlich ein. "Tagesschau"-Reporterin Kristin Becker war am Montag in der 12-Uhr-Sendung gerade dabei zu erklären, was die Bundesregierung gegen schlechtes Netz in Deutschland unternehmen möchte, als der Beitrag stockte.

Verbindung zur Digitalklausur nach Meseberg ist abgebrochen

"Ich fürchte, wir haben ein Funkloch nach Meseberg gehabt. Leider ist die Verbindung damit abgebrochen", kommentierte "Tagesschau"-Sprecher Claus-Erich Boetzkes und fuhr mit dem nächsten Beitrag fort.

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Funkloch bei "Tagesschau" sorgt für Gelächter im Netz

Wenige Minuten später äußerte sich die "Tagesschau" zu dem Vorfall auf Twitter. "Unsere Schalte zum Anti-Funkloch-Treffen des Bundeskabinetts in Meseberg wurde leider unterbrochen. Der Grund: offenbar ein Funkloch. Der Tweet sorgte unter den Nutzern für viel Gelächter. "Die beste Satire schreibt immer noch das Leben selbst", schrieb ein Nutzer. "Selbst der Postillon (Satireseite, Anm. der Redaktion) könnte es nicht besser machen", kommentierte ein anderer den Beitrag.

Vorbehalte gegen den Bau von Mobilfunkmasten

Funklöcher, sogenannte weiße Flecken auf der Karte, sind nach wie vor ein großes Problem in Deutschland. Die Bundesregierung möchte diese nun schließen und hat dafür eine Digitalstrategie aufgesetzt. Zwei Tage lang tagte Bundeskanzlerin Angela Merkel mit ihren Ministern und beriet darüber, wie die Situation verbessert werden kann. So sollen 5000 Masten für 1,1 Milliarden Euro in besonders betroffenen Regionen durch den Staat gefördert werden. Ebenso soll die Zusammenarbeit mit den Kommunen verbessert werden. Dazu gehöre nicht nur eine unbürokratische Planung, sondern auch die Akzeptanz vor Ort. Denn nach wie vor seien Vorbehalte in der Bevölkerung zum Bau neuer Mobilfunkmasten weit verbreitet. Um den Menschen die Angst vor der Strahlung zu nehmen, solle es mehr Begleitforschung zum Thema Strahlenschutz geben.

Die Bundesregierung hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis 2024 alle Funklöcher in Deutschland zu stopfen.

Andreas Scheuer (2.v.r.), Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, bei der Regierungsklausur in Meseberg: «Eine lückenlose Versorgung mit Mobilfunk ist überfällig.».
Bild: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

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