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Google Doodle heute

13.05.2019

Georgios Papanikolaou: Dieser Mann refomierte die Früherkennung bei Krebs

Beim Pap-Test wird ein Abstrich vom Gebärmutterhals auf Zellveränderungen hin untersucht. Heute ehrt das Google Doodle den Erfinder.
Bild: B. Boissonnet, dpa (Symbol)

Das heutige Google Doodle zeigt den Erfinder des Pap-Abstrichs: Georgios Papanikolaou. Durch den Test konnte die Sterblichkeit bei Gebärmutterhalskrebs gesenkt werden.

Das heutige Google-Doodle ehrt den Erfinder des Pap-Abstrichs, Georgios Papanikolaou, der am 13. Mai 2019 seinen 136. Geburtstag gefeiert hätte. Sein Name dürfte vielen Menschen kein Begriff sein, dennoch trug seine Erfindung erheblich dazu bei, Gebärmutterhalskrebs frühzeitig zu erkennen und die Verbreitung einzudämmen.

Google Doodle zeigt Pap-Abstrich-Erfinder Papanikolaou

Nur selten kommt es vor, dass das Google Doodle die geehrte Person selbst abbildet. Das heutige Doodle jedoch zeigt Papanikolaou bei der Arbeit im Labor vor einem Mikroskop, wo er seinen Abstrich auf Krebszellen untersucht. Der am 13. Mai 1883 geborene Grieche schloss sein Medizinstudium mit nur 21 Jahren ab und arbeitete im Anschluss als Pathologe und Journalist. Er forschte mit seiner Frau zu verschiedenen wissenschaftlichen Themen und verbrachte im Zuge dessen Zeit an unterschiedlichen Orten der Welt, unter anderem in Deutschland.

Pap-Abstrich von Papanikolaou: Ein Meilenstein der Krebsfrüherkennung

Der Papanikolaou-Abstrich, besser bekannt als Pap-Abstrich, sorgte dafür, dass eine frühe zytologische Diagnose des Gebärmutterhalskrebs durch eine Routineuntersuchung möglich wurde. Im Jahr 1923 führte Papanikolaou erstmals eine Untersuchung mittels Abstrich durch. Nachdem der Pap-Test in der gynäkologischen Praxis regelmäßige Anwendung fand, konnte die Häufigkeit von Gebärmutterhalskrebs erheblich reduziert werden. Die Sterblichkeit bei dieser Krebsform ging um nahezu zwei Drittel zurück.

Noch heute findet diese Untersuchung bei Gynäkologen regelmäßig Anwendung. Der Vorteil der kostengünstigen Untersuchung liegt vorallem darin, dass sich Gebärmutterhalskrebs besonders früh und schon in Vorformen der Erkrankung erkennen lässt. Dies ermöglicht eine nicht invasive Behandlungsmethode und verringert die Radikalität bei notwendigen Operationen. (AZ)

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