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"Gespenst der Freiheit"
20.08.2018

Pressestimmen zum Polizeiruf 110: "Brutal und ohne Happy End"

V-Mann Farim Koban (Jasper Engelhardt, links) trifft auf Kommissar von Meuffels (Matthias Brandt). 
Foto: Hagen Keller, BR, X Filme Creative Pool Entertainment GmbH, dpa

Gute Unterhaltung kann wehtun. Muss sie vielleicht auch manchmal. Die Pressestimmen zum neuen "Polizeiruf 110" aus München.

Ein Flüchtling wird zu Tode geprügelt. Die Tatverdächtigen kommen aus der rechten Szene. Doch klar ist nichts. Und dann schaltet sich der Verfassungsschutz ein. Der Polizeiruf wirft Fragen auf zu Behörden und Gesellschaft - und hat mehrere Parallelen zur Realität. Ist dieser "Polizeiruf 110" sehenswert? Das sagt die Presse über den Krimi "Das Gespenst der Freiheit" vom Bayerischen Rundfunk (BR).

TV-Kritik: Die Pressestimmen zum Polizeiruf "Das Gespenst der Freiheit"

"Brutal und ohne Happy End: Der muffelige Meuffels und der schmierige Verfassungsschützer liefern sich ein schauspielerisch starkes Duell. ANSCHAUEN? Nur wenn man auf Hardcore-Krimis steht. Mit Knast-Schlägerei, einer angedeuteten Gruppenvergewaltigung." Bild

"Wuchtiger, analytischer Gesellschaftskrimi. Leider mit ein paar Schwächen in der Inszenierung." Berliner Morgenpost

"Kreuzung aus "Clockwork Orange" und "Kaukasischem Kreidekreis". Am Ende sind alle bankrott. Und manche tot. Tut weh. Wie jeder Film von Jan Bonny. Und seltsam gut. Weil er so roh ist und so grausam und so poetisch wie die Welt, in der wir leben."Welt

"Ein "Polizeiruf 110", der Erinnerungen an den NSU-Skandal weckt. (...) Starkes Thema, leider nicht durchgehend überzeugend umgesetzt." Stern

Der "Polizeiruf 110" lockt regelmäßig Millionen Zuschauer vor die Fernseher. Aber wer ermittelt eigentlich wo? Diese vier Kommissare bzw. Teams sind derzeit im TV-Einsatz.
6 Bilder
"Polizeiruf 110": Wer ermittelt wo?
Foto: Hendrik Heiden, BR/Geißendörfer Pictures

"Gute Unterhaltung kann wehtun. Muss sie vielleicht auch manchmal. Der neue „Polizeiruf 110“ aus München zeichnet ein düsteres Bild unserer Gesellschaft." Der Westen

Polizeiruf am Sonntag: "Realität ist erst recht eine Zumutung"

"Hässliche Menschen tun hässliche Dinge an hässlichen Orten. Es sind Bilder aus einem deutschen Abgrund, der auf Tausenden von Verhandlungsaktenseiten ausgeleuchtet ist und letztendlich doch unerklärt bleibt. Die für diesen Krimi inszenierte Parallelwelt aus Bier und Trieb, aus ideologischen Versatzstücken und selbstherrlich bollernden Schlagern füllt diese Leerstelle. Zurück bleibt Ekel. Einschalten." Spiegel Online

"Es ist schwer rauszufinden, wer hier noch schützt oder wer schon hetzt, und an dieser Stelle dockt die Geschichte ganz ansatzlos an die Echtwelt an, in der ein wahrhaftiger bayerischer Ministerpräsident von Asyltourismus redet und ein wahrhaftiger NRW-Justizminister die Gerichte dazu auffordert, auf Volkes Stimme zu hören. Wenn dieser heftige Film eine Zumutung ist, dann ist die Realität erst recht eine Zumutung." Süddeutsche Zeitung

"Der Krimi ist spannend, emotional und an einer Stelle durchaus schockierend. Zudem weist der Film wohl auf ein systemimmanentes Problem zwischen Polizei und Verfassungsschutz hin. Glaubt man diesem Krimi, können einem die Jungverbrecher - zumindest phasenweise - fast schon ein bisschen leidtun." Abendzeitung

(AZ/goro)

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