Weiter mit Tracking durch Dritte

Besuchen Sie unsere Website mit personalisierter Werbung und Werbetracking durch Dritte. Details und Informationen zu Cookies, Verarbeitungszwecken sowie Ihrer jederzeitigen Widerrufsmöglichkeit finden Sie in der Datenschutzerklärung und in den Privatsphäre-Einstellungen.

Weiter mit dem PUR-Abo

Nutzen Sie unser Angebot ohne Werbetracking durch Dritte für 4,99 Euro/Monat. Kunden mit einem bestehenden Abo (Tageszeitung, e-Paper oder PLUS) zahlen nur 0,99 Euro/Monat. Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des PUR-Abos finden Sie in der Datenschutzerklärung.

Zum Angebot Bereits PUR-Abonnent? Hier anmelden

Tracking durch Dritte: Zur Finanzierung unseres journalistischen Angebots spielen wir Ihnen Werbung aus, die von Drittanbietern kommt. Zu diesem Zweck setzen diese Dienste Tracking-Technologien ein. Hierbei werden auf Ihrem Gerät Cookies gespeichert und ausgelesen oder Informationen wie die Gerätekennung abgerufen, um Anzeigen und Inhalte über verschiedene Websites hinweg basierend auf einem Profil und der Nutzungshistorie personalisiert auszuspielen.

Verarbeitungszwecke:
Informationen auf einem Gerät speichern und/oder abrufen

Für die Ihnen angezeigten Verarbeitungszwecke können Cookies, Gerätekennungen oder andere Informationen auf Ihrem Gerät gespeichert oder abgerufen werden.

Personalisierte Anzeigen und Inhalte, Anzeigen und Inhaltsmessungen, Erkenntnisse über Zielgruppen und Produktentwicklungen

Anzeigen und Inhalte können basierend auf einem Profil personalisiert werden. Es können mehr Daten hinzugefügt werden, um Anzeigen und Inhalte besser zu personalisieren. Die Performance von Anzeigen und Inhalten kann gemessen werden. Erkenntnisse über Zielgruppen, die die Anzeigen und Inhalte betrachtet haben, können abgeleitet werden. Daten können verwendet werden, um Benutzerfreundlichkeit, Systeme und Software aufzubauen oder zu verbessern.

▌▉▍▉▉▍▉▌▌▉▍▉▌ ▉▌▌▉▍▉▌▌▉▍▉▍▉▍ ;▌▉▍▉▉▍▉▌▌▉▍▉▌
Newsticker
Selenskyj berichtet von weiteren schweren Gefechten in der Ostukraine
  1. Startseite
  2. Panorama
  3. Glauben: Kaum Neuweihen: Der katholischen Kirche gehen die Priester aus

Glauben
10.07.2020

Kaum Neuweihen: Der katholischen Kirche gehen die Priester aus

Welche Auswirkungen hat der Priestermangel für die katholische Kirche? ZdK-Chef Thomas Sternberg warnt vor eine Katastrophe.
Foto: Hartmann, dpa (Symbol)

Exklusiv Die Zahl der Neuweihen sinkt immer weiter. Der Präsident der Laienorganisation ZdK warnt vor einer Katastrophe. Was der Augsburger Bischof sagt.

Auch im Jahr 2020 wird die Zahl der neugeweihten katholischen Priester in Deutschland überaus niedrig bleiben. Nachdem 2019 die Zahl der Neuweihen von sogenannten Weltpriestern mit 55 einen historischen Tiefstand erreicht hatte, liegt sie dieses Jahr voraussichtlich bei 57. 1962 waren es mit 557 noch knapp zehn Mal so viele neugeweihte Priester, die nicht einem Orden angehören. Das hat eine Umfrage unserer Redaktion in allen 27 deutschen (Erz-)Bistümern ergeben.

Für Thomas Sternberg, den Präsidenten des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), ist die Entwicklung alarmierend. "Im vergangenen Jahr kam auf elf ausscheidende Priester eine Neuweihe. Wenn man das weiterrechnet, sieht man, in welche Katastrophe das münden wird", sagte er im Gespräch mit unserer Redaktion. "Wir bräuchten 200 oder 300 Priesterneuweihen jedes Jahr – doch davon sind wir ganz weit entfernt."

Thomas Sternberg: "Wir bräuchten 200 oder 300 Priesterneuweihen jedes Jahr"

Tatsächlich lag die Zahl der Neuweihen zuletzt im Jahr 1994 bei über 200. Sternberg, der für das höchste Laiengremium der katholischen Kirche in Deutschland spricht, fordert daher, die Zugangsbedingungen zum Priesteramt zu ändern: "Wir brauchen viri probati, wir brauchen auf Dauer auch das Frauenpriestertum und der Beruf selbst muss wieder attraktiver werden." Viri probati sind bewährte, verheiratete Männer, denen grundsätzlich in Deutschland die Priesterweihe ermöglicht werden solle.

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um die Grafik von Flourish anzuzeigen

Hier kann mit Ihrer Einwilligung ein externer Inhalt angezeigt werden, der den redaktionellen Text ergänzt. Indem Sie den Inhalt über „Akzeptieren und anzeigen“ aktivieren, können Canva UK Operations Ltd und Google Ireland Limited Informationen auf Ihrem Gerät speichern oder abrufen und Ihre personenbezogenen Daten erheben und verarbeiten, auch in Staaten außerhalb der EU mit einem niedrigeren Datenschutz Niveau, worin Sie ausdrücklich einwilligen. Die Einwilligung gilt für Ihren aktuellen Seitenbesuch, kann aber bereits währenddessen von Ihnen über den Schieberegler wieder entzogen werden. Datenschutzerklärung

Der Augsburger Bischof Bertram Meier sagte unserer Redaktion mit Blick auf die in den vergangenen Jahren massiv gesunkene Zahl an Neuweihen: "Berufungen lassen sich nicht machen." Aber glaubwürdige Vorbilder und Berufungskümmerer in den Gemeinden könnten helfen, dass sich junge Menschen für diesen Beruf wieder mehr interessieren. "Wir müssen den Mut haben, unaufdringlich und doch gezielt junge Menschen anzusprechen." Von einer Katastrophe will Meier nicht sprechen. Er verwies auf die Kirchengeschichte, in der es immer schon Phasen gegeben habe, "in denen die Kirche angezählt wurde. Doch Totgesagte leben am längsten".

Bischof Meier: "Wir müssen den Mut haben, gezielt junge Menschen anzusprechen" 

Bis Ende Juni gab es bundesweit 25 Weihen von Weltpriestern, drei davon im Bistum Augsburg. Wegen der Corona-Pandemie müssen in diesem Jahr aber viele verschoben werden. Im Bistum Würzburg etwa wurde die einzige Neuweihe eines Priesters in den Oktober gelegt. Andere (Erz-)Bistümer – darunter Freiburg, Fulda, Mainz, Paderborn und Osnabrück – handhaben es genauso und planen mit Terminen im Herbst. Voraussichtlich gar keine Priesterweihe wird es in diesem Jahr in den Bistümern Aachen, Erfurt, Görlitz und Hildesheim geben.

Bischof Bertram Meier bei der Priesterweihe 2020.
Foto: Annette Zoepf (Archiv)

Für einen außergewöhnlichen Weg in Corona-Zeiten hat sich Gebhard Fürst entschieden: Der Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart begab sich Ende Juni zusammen mit acht Diakonen, die zu Priestern geweiht werden wollen, in eine 14-tägige Quarantäne in ein Kloster. An diesem Samstag und Sonntag wird er die Priesteramtskandidaten nun weihen. Seine Entscheidung begründete Bischof Fürst damit, dass er den Weihegottesdienst "möglichst würdevoll feiern" und zugleich ein Signal geben möchte, "dass beim Infektionsschutz die geltenden Regeln für Gottesdienste eingehalten werden". Eine Verschiebung kam für ihn offensichtlich nicht infrage.

Lesen Sie dazu auch das Interview mit Bischof Bertram Meier: "Berufungen lassen sich nicht machen"

Lesen Sie dazu außerdem unseren Kommentar: Kirche braucht mehr Miteinander

Diese Reportage könnte Sie auch interessieren: Wie aus dem SEK-Beamten Marco Leonhart ein katholischer Priester wurde

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um die Umfrage von Civey anzuzeigen

Hier kann mit Ihrer Einwilligung ein externer Inhalt angezeigt werden, der den redaktionellen Text ergänzt. Indem Sie den Inhalt über „Akzeptieren und anzeigen“ aktivieren, kann die Civey GmbH Informationen auf Ihrem Gerät speichern oder abrufen und Ihre personenbezogenen Daten erheben und verarbeiten. Die Einwilligung kann jederzeit von Ihnen über den Schieberegler wieder entzogen werden. Datenschutzerklärung

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.