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Drogen

12.07.2013

Hanf blüht in Göttingen: Cannabis im Blumenbeet

In Göttingen blüht der Hanf überall. Unser Bild zeigt männliche Pflanzen, die nicht als Rauschmittel verwendbar sind.
Foto: Archiv (Symbolbild)

Eine Hanf-Aktion sorgt in Göttingen für Aufsehen - vor allem bei den örtlichen Behörden. Legalisierungs-Aktivisten hatten zu einer besonderen Art des Protests aufgerufen.

"Dass wir diese sowohl nützliche als auch ästhetische Pflanze nicht öfter zu Gesicht bekommen, liegt daran, dass der Anbau in Deutschland grundsätzlich verboten ist." Das schreibt die Gruppe "Einige Autonome Blumenkinder" nicht über irgendeine Pflanze, sondern über Cannabis.

Die Blumenkinder hatten mehrere Kilo Hanfsamen in Göttingen verteilt, um gegen die "restriktive Drogenpolitik" in Deutschland zu protestieren. Sie forderten die Bevölkerung auf, ebenfalls Samen in ihrer Umgebung zu verteilen.

Göttingen: Cannabis-Pflanzen sollen entfernt werden

Die Aktion zeigte Wirkung, mittlerweile blüht der Hanf laut regionaler Presse überall in der Stadt. Sogar vor der Polizeiwache sollen Exemplare gefunden worden sein. Die Polizei ist alarmiert, wie der stellvertretende Polizeisprecher aus Göttingen gegenüber der Hessischen Allgemeinen erklärte: "Die Pflanzen werden natürlich vernichtet, wenn sie von den Beamten vorgefunden werden". Einen Unterschied zwischen legalem männlichen und THC-haltigem weiblichen Hanf mache man nicht.

"Einige Autonome Blumenkinder": THC-arme Cannabis-Samen verteilt

Auf der ersten Blick ist der Unterschied zwischen der Sorten auch nicht zu erkennen, weswegen das Grünflächenamt alle Hanfpflanzen entfernt und kompostiert. Die Gruppe "Einige Autonome Blumenkinder" betont selbst, größtenteils THC-arme Cannabis-Samen verteilt zu haben. Es geht also eher um den Protest: "Ärgert die Behörden, bis sie aufhören, uns zu ärgern!", fordern sie in ihrem Bekennerschreiben auf.

Man sehe sich in Tradition mit anderen Hanf-Aussaat-Aktionen der letzten zwei Jahre. Vielleicht gehe den zuständigen Behörden bei der Untersuchung der Pflanzen die Sinnlosigkeit ihres Tuns auf.

Diego Maradona: Argentiniens Fußball-Held ist für seine Drogen-Eskapaden bekannt. Im Jahr 1991 wurde ihm der Konsum von Kokain nachgewiesen, der Weltfußball-Verband schloss ihn für 15 Monate vom Spielbetrieb aus. Wegen Besitzes und Weitergabe von Kokain wurde er außerdem zu 14 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.
12 Bilder
Sportler und die Drogen

Hanfpflanzen in Göttingen: Fotowettbewerb gestartet

Mittlerweile wird das Thema sogar politisch: Die Grüne Jugend Göttingen (GJ) unterstützt die Hanf-Aktion. Man fühle sich schließlich mit den "Autonomen Blumenkindern" verbunden. Die GJ startete sogar einen Cannabis-Fotowettbewerb auf ihrer Website, bei der die schönsten Hanfpflanzen in Göttingen eine Bühne bekommen sollen. Die Fotos des grünen Protests  können an goettingen@gj-nds.de geschickt werden. Einige Werke landeten Bereits auf der Seite. (hubc)

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