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Hass-Kommentare

21.10.2017

Hass wurde ihr zu viel: Verona Pooth verabschiedet sich von Facebook

Für Verona Pooth ist ihr Facebook-Konto Geschichte. Fans finden sie künftig nur noch auf Instagram. Die Hass-Posts im sozialen Netzwerk Facebook wurden ihr einfach zu viel.
Bild: Jens Kalaene, dpa

Verona Pooth verabschiedet sich von Facebook und fokussiert sich auf Instagram. Der Account habe wegen vieler schlimmer Kommentare einfach zu viel Arbeit gemacht.

Werbestar Verona Pooth hat Facebook den Rücken gekehrt und ihren Account dicht gemacht. Die Hass-Kommentare gegen die TV-Ikone waren einfach zu viel des Guten. Zugleich forderte sie ihre über 100.000 Facebook-Follower auf, ihrem Instagram-Account zu folgen.

Verona Pooth: Facebook war zu viel Arbeit

Dort hat sie bereits 189.000 Abonnenten. "Ich würde euch sonst sehr vermissen. Ich warte auf Euch", schreibt die 49-Jährige.

Ihr Manager Alain Midzic begründete den Schritt mit den vielen hasserfüllten Kommentaren: "Facebook macht unfassbar viel Arbeit. Was da teilweise ankommt, ist der blanke Horror. Da sind so viele Verrückte unterwegs, Hater und Pädophile. Wir können und wollen das nicht alles stehenlassen", sagte Midzic auf Anfrage.

 

Man habe eine Zeit lang Anwälte eingeschaltet und Strafanzeigen erstattet - ohne spürbaren Erfolg. "Da kommt man nicht gegen an, das kostet alles nur Geld", sagte Midzic. "Was da zum Teil reinkommt, darf man Verona gar nicht zeigen. Die bekäme einen Herzinfarkt. Und irgendwann fragt man sich natürlich: Wozu überhaupt?". Bei Instagram sei die Atmosphäre deutlich entspannter.

Er frage sich schon seit geraumer Zeit, was die Leute antreibe, ihrem Hass bei Facebook derart freien Lauf zu lassen, sagte Midzic. Dabei gehe es nicht um Kritik der Sorte "blöde Kuh" oder "Du siehst furchtbar aus", betonte er. "Wir unterhalten die Leute doch nur und tun niemandem etwas. Wir machen Entertainment, keiner muss das lesen oder angucken."

Mehrere Pooth-Mitarbeiter löschten die schlimmsten Facebook-Kommentare

Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet. Zeitweise seien mehrere Mitarbeiter täglich mehrere Stunden mit dem Löschen der schlimmsten Kommentare beschäftigt gewesen, schreibt die Zeitung.

Mit einem 16-Sekunden-Facebook-Video hatte sich Pooth vor einigen Monaten allerdings auch selbst Ärger eingehandelt. Sie war am Steuer eines Autos ohne Gurt zu sehen. Die Sache ging glimpflich aus: Vor wenigen Tagen hatte das Düsseldorfer Amtsgericht angekündigt, das Bußgeldverfahren gegen Pooth einzustellen, weil der Tatzeitpunkt nicht zu ermitteln gewesen sei. dpa/AZ

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