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Muttertag 2015

09.05.2015

Immer noch kein Geschenk für den Muttertag? Wir haben Vorschläge

Ein bunter Strauß aus "Zeitungsrosen" wäre doch mal ein kreatives Geschenk zum Muttertag. Aber auch ein Zoobesuch oder eine selbstgebackene Leckerei können Freude bereiten.
Bild: Katrin Fischer

Mama ist die Beste, das ist klar. Aber manchmal ist man doch spät dran mit dem Geschenk für den Muttertag. Hier geben wir Anregungen für Geschenke auf den letzten Drücker.

Am Sonntag ist Muttertag - und jetzt der allerletzte Moment, noch ein Geschenk zu besorgen. Aber seien wir mal ehrlich: Selbstgemachtes und Überraschendes ist ohnehin viel schöner als die übliche Schachtel Pralinen. Wir geben Anregungen für außergewöhnliche Geschenke.

#1: Ein selbst verfasstes Gedicht

Linda Mößner-Brosius arbeitet an der Volkshochschule Augsburg und als Trainerin für kreatives Schreiben. Die Lyrik ist ihre Leidenschaft. Sie gibt Tipps, wie das Muttertagsgedicht gelingt.

1. Andere Gedichte lesen: Wie so oft im Leben gilt auch bei der Poesie – durch abschauen lernt man am leichtesten. Deswegen empfiehlt Mößner-Brosius sich andere Gedichte durchzulesen, bevor man selbst anfängt. Eine gute Seite gibt es im Internet unter www.lyiriklines.org.

2. Die richtige Stimmung: Ein einsamer Ort oder ein Spaziergang im Freien wecken die richtige lyrische Stimmung, verrät die Expertin. Unbedingt einen Zettel und einen Stift mitnehmen, um Eindrücke zu notieren. Die wichtigsten schreibt man dann auf Klebezettel.

3. Sortieren und fertig: Bei einem Muttertagsgedicht ist die Mama natürlich das Thema. Um einen passenden Stoff zu finden, rät Mößner-Brosius: Ein gemeinsames Erlebnis aufschreiben und Schlüsselwörter markieren. Die kommen wieder auf Klebezettel. Die Zettel sortiert man, bis sie zusammen passen. Dann ist das Gedicht schon fast fertig. Wer mag, kann nun etwas reimen. Eine andere Form wäre ein sogenannter Haiku. Die japanische Gedichtform definiert sich über ein bestimmtes Silbenschema. In der ersten Zeile stehen fünf Silben, in der zweiten sieben und in der dritten wieder fünf. Mit dem Schema gelänge Anfängern leicht etwas Schönes, sagt Mößner-Brosius.

4. Auf die Wortwahl achten: Wörter wie Liebe und Dankbarkeit lägen am Muttertag nahe, sagt Mößner-Brosius. Es sei aber besser, nach unkonventionellen Wörtern zu suchen. Als Inspirationsquelle dienen zum Beispiel andere Gedichte, Bücher oder die Zeitung. Wörter, die man besonders gerne mag, kann man sich aufschreiben und versuchen, im eigenen Gedicht unterzubringen. So wird das Gedicht authentischer und lebhafter.

#2: Ein bunter Strauß aus "Zeitungsrosen"

Aus einer dünnen Zeitungsseite kann schnell eine bunte Blume werden – und eine immerblühende Zeitungsrose bekommt am Muttertag nicht jeder. Wir zeigen hier, wie aus ein bisschen Papier ein Blütenwunder wird.

Schritt 1: Beim Durchblättern der Zeitung gibt es Seiten, die durch bunte Bilder besonders hervorstechen. Diese eignen sich besonders gut. Pastellfarbene Rosa-, Grün- und Blautöne geben den Blumen durch ihre sanften Farben, die alle miteinander harmonieren, den schönsten Effekt. Hat man so eine Seite gefunden, sollte man einen etwa zehn Zentimeter langen Streifen ausschneiden – umso länger er ist, umso dicker wird später die Rose.

Schritt 2: Das Einrollen ist der wichtigste Schritt beim Rosen-Basteln. An der Ecke fängt man an: Den Streifen ein paar Mal enger um sich selbst knicken, der abgerundete Rand sollte dabei nach oben und nach innen zeigen. Dann hält man das Herz der Rose in der Hand. Mit den Fingern etwa drei Zentimeter unterhalb des eingeknickten Randes das Eingewickelte gut festdrücken. Die Umschreibung mit Worten mag kompliziert klingen, aber eigentlich kann sich jeder Bastler einfach nur eine echte Rose ins Gedächtnis rufen: Auch hier bilden die Blätter eine Art Kreis um das Herz – nach außen hin werden sie immer größer und lockerer. Daher auch das Zeitungspapier Runde für Runde immer lockerer einwickeln und unten mit den Finger gut festhalten.

Schritt 3: Wenn der Streifen komplett eingewickelt ist, kann man den lockeren "Blüten" mit den Fingern noch ein paar kleine Knicke geben, das wirkt natürlicher – schließlich wächst nicht jede Rose rund und symmetrisch. Damit sich die Blüte nicht gleich wieder aufwickelt, sobald man sie loslässt, sollte man sie unten fest mit Draht umwickeln. Am besten eignet sich grüner, dicker Draht. Er darf am Ende ruhig nach unten überstehen – dort kann der Stil anknüpfen.

Schritt 4: Wer die Streifen so gewählt hat, dass seine Blume bunt und harmonisch ist, kann sich den nächsten Schritt womöglich sparen. Wer aber einen einheitlichen Strauß haben möchte, kann mit ein bisschen zusätzlicher Farbe tricksen. Am einfachsten tut sich der Hobby-Bastler, wenn er Buntlack-Spray zu Hause hat. Mit ein bisschen Abstand die Blüte leicht und vorsichtig besprühen. Dann bekommt sie in unserem Fall einen leicht rosafarbenen Oberrand. Alle, die Samstag um 21 Uhr kein Spray zur Hand haben, können improvisieren: übrig gebliebene Wandfarbe auf einer Unterlage verstreichen und die Blüten von oben herab vorsichtig darin eintunken. Nicht zu tief eintauchen, denn wenn die Blüten zu feucht werden, kann das Zeitungspapier reißen.

Schritt 5: Eine einzelne Blume ist schön und gut, aber am besten wirken die Blüten, wenn man sie der Mutter im Strauß überreicht. Und schließlich hat Mama ja auch ein paar mehr Blumen verdient, oder? Wir haben für unseren Strauß zehn Rosen gefaltet. Zu einem Bund werden sie am einfachsten, indem man ihre Enden mit dem grünen Draht umwickelt. Schön ist der Übergang vom zerknitterten Zeitungspapier zum Stiel nicht, aber das kann jeder Bastler einfach lösen: Die Blumen zu einem Bund zusammenmachen, und dann alle Stiele mit einem hübschen Stück Geschenkpapier oder einem Stück Filz umwickeln, anschließend in der Mitte mit Geschenkband oder einer Schleife befestigen. Unser fertiger Strauß kann mit echten Blumen aus dem Laden allemal mithalten. Sein Vorteil: Er ist selbst gemacht und wird nicht welken. Dafür duftet er leider nicht so schön. 

Schritt 1: Schneiden Sie aus einer Zeitungseite einen etwa zehn Zentimeter langen Streifen aus. Diesen knickt man dann zweimal nach innen ein, sodass die Kanten abgerundet sind.
6 Bilder
So gelingt ein Strauß aus "Zeitungsrosen"
Bild: Katrin Fischer

#3: Grüße per Videobotschaft

Die Mutter wohnt nicht in der gleichen Gemeinde oder Stadt wie Sie? Viele Kilometer trennen Sie beide? Dann ist ein Geschenk auf den letzten Drücker natürlich schwierig. Aber nicht unmöglich. Zumindest, wenn Sie ein Smartphone oder Tablet besitzen und Ihre Mutter ein ebensolches oder wenn sie zumindest eine E-Mail-Adresse hat. Wie wäre es mit einer kurzen Videobotschaft?

Suchen Sie sich zunächst ein geeignetes "Setting" für das Bewegtbild. Gibt es zum Beispiel ein Fleckchen in Ihrem Wohnort, das Sie mit Ihrer Mutter verbinden? Der Park, in dem Sie immer spazieren gehen, wenn sie Sie besucht zum Beispiel. Oder die gemeinsame Lieblingseisdiele. Alternativ können Sie natürlich auch eine schlichte Wand als Hintergrund wählen.

Achten Sie darauf, dass es recht hell, aber nicht zu grell ist. Stellen Sie das Smartphone oder Tablet auf eine feste Unterlage gegenüber von Ihnen. Oder bitten Sie einen Freund, das Video aufzunehmen. Dieser sollte mit dem Zoomen sehr sparsam umgehen – am besten verzichtet er ganz darauf.

In Ihrem Video können Sie zum Beispiel sagen, was Ihnen an Ihrer Mutter gefällt oder wofür Sie ihr "Danke" sagen möchten. Machen Sie sich am besten im Vorhinein ein paar Notizen, was Sie sagen wollen. Wenn Sie das Video schneiden, mit ein paar Effekten oder Filtern anreichern oder Musik unterlegen wollen, bieten sich Apps wie iMovie, VivaVideo oder Adobe Premiere Clip an. Die lassen sich recht intuitiv bedienen. Manche Handys haben ähnliche Apps (Zoe, Video Editor) bereits vorinstalliert. Wenn das Video fertig ist, schicken Sie es auf das Smartphone Ihrer Mutter oder an ihre E-Mail-Adresse. So können Sie am Muttertag trotz vieler Kilometer Entfernung bei ihr sein – wenigstens virtuell.

#4: Mit Mama in den Zoo

Kinder möchten am liebsten den ganzen Tag im Zoo verbringen. Sie schauen begeistert den Affen zu, wie sie sekundenschnell auf die Bäume klettern, bestaunen ehrfürchtig die Löwen, wie sie sich in der Sonne räkeln oder bejubeln ungläubig die Seehunde, wie sie einen Ball auf der Nase balancieren. Das alles wäre nur halb so schön, wenn nicht die Mama immer mit dabei wäre. Sie weiß eine Antwort auf fast alle Fragen: Warum haben Paviane einen roten Hintern? Warum können Pinguine nicht fliegen? Warum kann ich keinen Tiger als Haustier haben? Zur Stärkung kauft sie einem am Kiosk ein Eis. Am Hyänengehege versichert sie einem, dass diese gemein aussehenden Tiere unmöglich ausbüchsen können und sorgt so für eine albtraumfreie Nacht.

Es sind Erlebnisse, an die man später gerne gemeinsam zurückdenkt. Doch warum soll man diese Erinnerungen nicht wieder aufleben lassen? Der Muttertag ist die Gelegenheit. Laden Sie ihre Mutter doch zu einem gemeinsamen Zoobesuch ein. Auch andere Kindheitserfahrungen kann man gemeinsam wiederholen. Wenn die Familie regelmäßig im selben Ort Urlaub gemacht hat, verbringen Sie dort gemeinsam ein verlängertes Wochenende. Sie können auch die Wanderung, die sie als Kind jeden Sommer mit ihren Eltern gemacht haben, noch mal angehen. Egal wofür Sie sich entscheiden, Ihre Mutter wird sich sicherlich freuen, dass Sie sich Gedanken gemacht haben und Zeit mit ihr verbringen.

#5: Eine herzhafte Leckerei

Bäcker Ewald Seeßle aus Bächingen an der Brenz (Landkreis Dillingen) hat sich etwas Besonderes für den Muttertag ausgedacht. Er verkauft Muttertagsherzen aus Biskuitteig. Unserer Zeitung verrät er, wie jeder diese Leckereien schnell und einfach zu Hause machen kann.

1. Biskuitteig herstellen Schlagen Sie fünf Eier mit 200 Gramm Zucker schaumig. Heben Sie danach 400 Gramm Mehl unter und backen die Masse bei 170 bis 180 Grad eine halbe Stunde im Ofen.

2. Buttercreme herstellen Dafür müssen Sie 500 Gramm Butter und 250 Gramm Zucker schaumig schlagen. Anschließend rühren Sie Vanillepudding unter.

3. Teig zuschneiden Aus dem Biskuitteig schneiden Sie mithilfe einer Form oder mit einem Messer Herzchen in beliebiger Größe aus. Diese müssen Sie dann zweimal waagrecht durchschneiden, sodass Sie jeweils drei dünne herzförmige Schichten bekommen.

4. Buttercreme drauflöffeln Zwischen zwei Teigschichten kommt jeweils die Buttercreme. Am Ende beschmieren Sie das Ganze auch außen mit Buttercreme.

5. Verzieren Mit Zuckerblumen oder Marzipandekoration können Sie Ihren Muttertagsherzchen abschließend noch den letzten Schliff geben.

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