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Internationaler Strafgerichtshof
21.06.2016

18 Jahre Gefängnis für Kongos Ex-Vizepräsident Bemba

Jean-Pierre Bemba ist vom Internationalen Strafgerichtshof zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt worden.
Foto: Michael Kooren (dpa)

Kongos Ex-Vizepräsident ist verurteilt worden. In seiner Miliz habe es massenhafte Vergewaltigungen und Morde gegeben. Jetzt steht ihm eine jahrelange Haftstrafe bevor.

Der Internationale Strafgerichtshof hat den ehemaligen Vize-Präsidenten des Kongo, Jean-Pierre Bemba, wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt. Bemba sei verantwortlich für besonders grausame Verbrechen in der Zentralafrikanischen Republik, urteilte das Gericht am Dienstag in Den Haag. Bemba war bereits im März schuldig gesprochen worden. Er ist nach dem Urteil als oberster Befehlshaber einer Miliz für massenhafte Vergewaltigungen, Morde und Plünderungen vor etwa 13 Jahren verantwortlich. 

Der 53-Jährige ist der ranghöchste Politiker, den das Gericht bisher verurteilte. Es war auch der erste Prozess zum Einsatz von sexueller Gewalt als Kriegswaffe. Tausende Frauen und Mädchen waren auf brutalste Weise missbraucht worden.

Bemba befindet sich seit 2008 in Untersuchungshaft

Bemba hatte stets seine Unschuld beteuert. Es wird erwartet, dass er Berufung einlegen wird. Die Anklage hatte mindestens 25 Jahre Haft gefordert. Die Untersuchungshaft seit 2008 wird auf die Strafe angerechnet. 

Der Politiker kontrollierte die "Bewegung für die Befreiung des Kongo", die an einem Konflikt in der Zentralafrikanischen Republik 2002 beteiligt war. dpa

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