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Iran
06.08.2019

Tätowierte erhalten Führerschein nur noch nach Psycho-Test

Tätowierungen haben im Iran Folgen: Nationalspieler Ashkan Dejagah hatte deshalb Ärger mit der Ethik-Kommission des iranischen Fußballverbandes.
Foto: Uncredited/AP, dpa (Archiv)

Tätowierungen gelten im Iran nicht mehr nur als "Zeichen der westlichen Kulturinvasion", sondern auch als psychische Krankheit. Das hat weitreichende Folgen.

Tätowierte Menschen müssen im Iran zukünftig einen psychologischen Test bestehen, bevor sie einen Führerschein beantragen dürfen. "Die Tätowierung ist eine Art von Selbstverletzung und Personen, die das tun, leiden eventuell an psychischen Störungen", sagte ein Sprecher der Polizei am Dienstag der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA. Nur nach einem erfolgreichen Test dürfe die Fahrerlaubnis beantragt werden.

Wegen Tätowierungen: Ethik-Kommission wollte iranische Fußballer suspendieren

Tätowierungen wurden bislang in der islamischen Republik als "Zeichen der westlichen Kulturinvasion" eingestuft, die die islamischen Werte gefährdeten. Nun gelten sie auch als psychische Krankheit. Dennoch werden Tätowierungen besonders unter Jugendlichen im Iran immer beliebter - zum Ärgernis der Behörden und der Sittenpolizei.

Ein bekanntes Beispiel dafür ist der Fall des Kapitäns der iranischen Nationalmannschaft, Ashkan Dejagah: Vor drei Jahren wollte die Ethik-Kommission des iranischen Fußballverbandes ihn wegen seiner Tätowierungen suspendieren. Dazu kam es zwar nicht, der Deutsch-Iraner spielt aber seitdem immer in langärmligen Trikots. (dpa)

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