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Italien-Reise
12.11.2021

Corona-Regeln in Italien: Was bei der Einreise zu beachten ist – Quarantäne nur in Ausnahmefällen nötig

Beim Urlaub und bei der Einreise nach Italien müssen einige Corona-Regeln beachtet werden.
Foto: Riccardo De Luca, dpa (Archivbild)

Maskenpflicht, Kontaktbeschränkungen, Abstandsregeln - welche Corona-Regeln gelten in Italien? Wir bieten einen Überblick über die Maßnahmen im beliebten Urlaubsland.

Italien ist gerade von Deutschland aus immer eine Reise wert - dank der relativ kurzen Distanz und der sommerlichen Temperaturen. Doch in der Corona-Pandemie sind Touren ins Ausland immer mit besonderen Maßnahmen verbunden. Auf welche Corona-Regeln muss man sich in Italien bei Einreise und Urlaub einstellen?

Corona-Regeln in Italien: Mit EU-Zertifikat bei Einreise keine Quarantänepflicht

Wer aus Deutschland einreist und sich in den 14 Tagen zuvor nicht außerhalb der EU, Islands, Liechtensteins, Norwegens und der Schweiz aufgehalten hat, muss lediglich das digitale Covid-Zertifikat der EU dabeihaben. Geimpfte und Genesene können so ihren Status nachweisen. Gleiches gilt für negativ Getestete. Dabei ist zu beachten, dass für alle Einreisenden ab sechs Jahren nur ein höchstens 72 Stunden alter PCR-Test oder ein höchstens 48 Stunden alter Antigentest als Eintrittskarte gilt.

Das Zertifikat kann ausgedruckt oder in digitaler Form vorgelegt werden. In diesem Fall greift keine Quarantänepflicht. Alternativ genügt auch ein Nachweis - etwa der gelbe Impfausweis - in italienischer, englischer, französischer oder spanischer Sprache. Liegt nichts davon vor, muss sich der Reisende für fünf Tage in Isolation begeben, die mit einem negativen PCR- oder Antigentest beendet werden kann.

Corona-Maßnahmen in Italien: Durchreise binnen 36 Stunden ohne Einschränkungen möglich

Möglich ist eine Durchreise mit dem eigenen Pkw aus einem der EU- oder Schengen-Staaten, bei der der Aufenthalt in Italien nicht länger als 36 Stunden dauert. Hierfür gelten keinerlei Einschränkungen und es besteht keine Testpflicht.

Bei einem längeren Aufenthalt in Italien sind die geltenden Beschränkungen zu beachten. In Italien sind Personen über zwölf Jahren dazu verpflichtet, das Covid-Zertifikat der EU bei sich zu führen, wenn sie interregionale Reisen per Flugzeug, Bahn, Schiff oder Bus unternehmen, im Innenbereich der Gastronomie eine Mahlzeit einnehmen oder öffentliche Veranstaltungen inklusive Sportevents besuchen.

Das Zertifikat muss auch in Museen, in Kulturstätten, auf Ausstellungen, in Schwimmbädern, in Fitnesszentren, bei Feiern, bei Festivals, bei Messen, bei Tagungen und Kongressen, in Thermen, in Wellnesszentren, in Spielhallen, in Wettbüros, in Bingohallen und in Spielkasinos vorgezeigt werden. An den genannten Orten gilt auch eine Maskenpflicht.

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Mund-Nasen-Schutz muss beim Urlaub in Italien immer dabei sein

Im Freien muss zwar kein Mund-Nasen-Schutz getragen, jedoch mitgeführt werden. Denn dieser ist aufzusetzen, wenn der Sicherheitsabstand von einem Meter nicht eingehalten werden kann.

Grundsätzlich befreit von der Maskenpflicht sind in Italien Kinder unter sechs Jahren und Personen mit Behinderungen - eventuell auch deren Begleiter, sollte die Maske die Kommunikation zwischen beiden Personen unmöglich machen.

Video: SAT.1

Corona-Regeln in Italien: Kapazitätsgrenzen für Sportveranstaltungen und Diskotheken

Einschränkungen gibt es bei den öffentlichen Nahverkehrsmitteln, die lediglich zu 80 Prozent ausgelastet werden dürfen. Bei Sportveranstaltungen gilt folgende Regelung: Im Freien dürfen 75 Prozent der Zuschauerplätze besetzt werden, im Innenbereich sind es 60 Prozent. Diskotheken dürfen im Freien 75 Prozent ihrer Kapazität an Besuchern reinlassen, im Innenbereich beträgt die Obergrenze 50 Prozent.

In der Gastronomie sind in Innenräumen an einem Tisch höchstens sechs Personen erlaubt, die nicht zum selben Haushalt gehören. Sitzen Personen aus zwei höchstens Haushalten am selben Tisch, gibt es keine Einschränkungen hinsichtlich ihrer Anzahl.

Vorgaben gibt es hinsichtlich der Sitzordnung in Pkw. So sind hier im Grunde maximal drei Personen zugelassen, die nicht demselben Haushalt angehören. Dann gilt die Maskenpflicht für alle Insassen - außer das Fahrzeug verfügt über eine Trennvorrichtung zwischen den Sitzreihen, wie es etwa bei Taxis der Fall sein kann.

Der Beifahrersitz muss frei bleiben, gleiches gilt für den mittleren Platz auf der Rückbank, sodass lediglich hinter dem Steuer und auf den äußeren Sitzen hinten gesessen werden darf. Besitzt das genutzte Fahrzeug mehr als zwei Sitzreihen, dürfen auf jeder weiteren Rückbank ebenfalls die beiden Fensterplätze belegt werden.

Ehegatten, Personen aus demselben Haushalt und Personen, die gewöhnlich miteinander verkehren, können sich ohne Einschränkungen zusammen in einem Pkw niederlassen. Es muss also weder ein Mund-Nasen-Schutz getragen noch auf Abstände geachtet werden.

Grünes Covid-Zertifikat wird in Italien in Bus und Bahn benötigt

Für Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist ein grünes Covid-Zertifikat als Nachweis der Impfung, der Genesung oder eines negativen Tests Voraussetzung. Dies gilt bei Inlandsflügen, auf Schiffen und Fähren, die verschiedene Regionen miteinander verbinden (Ausnahme bei der Überquerung der Straße von Messina per Fähre), Intercity-, Intercity-Night- und Hochgeschwindigkeitszügen sowie Bussen, die verschiedene Regionen miteinander verbinden und/oder für den Mietservice mit Fahrer eingesetzt werden.

Grundsätzlich stuft die Regierung die italienischen Regionen in vier Risikostufen ein. Von Weiß (minimal) über Gelb und Orange bis zu Rot (maximal). Zur Eindämmung der Pandemie gelten bei jeder Hochstufung stärkere Einschränkungen. In orangen oder roten Regionen muss bei Reisen ein grünes Covid-Zertifikat mitgeführt werden. Ausnahmen gelten nur, wenn die Fahrt aus beruflichen, gesundheitlichen oder dringenden Gründen unternommen wird.

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