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Kinostart
24.04.2019

"Avengers: Endgame": Das große Superhelden-Finale

Am 25. April  2019kommt "Avengers: Endgame" in die deutschen Kinos.
3 Bilder
Am 25. April 2019kommt "Avengers: Endgame" in die deutschen Kinos.
Foto: Disney/Marvel Studios (dpa)

Iron Man, Captain America, Captain Marvel und viele andere Superhelden verabschieden sich mit "Avengers: Endgame". Ihre letzte Mission: Bösewicht Thanos schlagen.

Der vorherige "Avenger"-Streifen, "Avengers: Infinity War", hatte sein Publikum mit offenen Mündern hinterlassen. Der Film kam vor einem Jahr in die deutschen Kinos und überraschte mit seinem brutalen Ende. Bösewicht Thanos (Josh Brolin) hatte mit einem Fingerstreich die Hälfte des Universums vernichtet. Dass dabei auch einige Superhelden ums Leben kamen, machte das Ende für die Fans nicht verdaulicher. So ist die Spannung der Zuschauer seitdem ins Unermessliche gestiegen. Man fragt sich, wie es nach diesem unglaublichen Finale überhaupt weitergehen kann.

"Avengers: Endgame" startet wie "Infinity War" endet

Wie es weitergeht, zeigt nun "Avengers: Endgame". Erneut unter der Regie der Brüder Anthony und Joe Russo ist ein drei Stunden langes Superheldenepos entstanden. Die Schauspieler wie Chris Evans, Scarlett Johansson, Robert Downey Jr., Brie Larson, Paul Rudd und Chris Hemsworth verkörpern die Avengers (auf Deutsch etwa: "Rächer"). Ähnlich wie "Infinity War", zeigt sich der neue "Avengers"-Streifen zu Beginn von seiner nachdenklichen Seite. Mit Thanos können die Rächer überraschenderweise recht schnell abrechnen. Doch damit ist das eigentliche Problem nicht gelöst: Was ist mit den Weggefährten und Freunden, die von Thanos zu Staub gemacht wurden?

"Ant-Man" (Paul Rudd) erinnert sich daran, dass er die Apokalypse in einer Art Schwarzen Loch überlebt hat und kommt so auf eine Idee. Das schwarze Loch ist eine physikalischen Anomalie, in der die Gesetze der Zeit außer Kraft gesetzt sind. Also wollen die "Avengers" eine Zeitmaschine bauen, mittels derer sich das Thanos'sche Unheil rückgängig machen lässt. Und so schicken sich die noch lebenden Rächer, wie Hawkeye, Black Widow, Hulk und Captain America an, in der Vergangenheit ein paar Leben zu retten.

"Avengers: Endgame": Psychotherapie und nostalgische Familienzusammenführung

Der vierte Teil der "Avengers"-Reihe bleibt der bisherigen Linie treu. Nicht die teilweise schwer nachvollziehbaren Erzählstränge rund um Zeitreisen und "Infinity Steine" gehören zu seinen Stärken, sondern die detailreichen Figurenzeichnungen der Avengers. In "Endgame" kommt Iron Man alias Tony Stark eine besondere Rolle zu. In den ersten Filmminuten wird sich Starks Seelenwundheit gewidmet und zum Ende hin wartet auf Anhänger des so schlauen wie vorlauten Eisenmannes ein wahrhafter Schocker. Außerdem wird es dem sanften Riesen Hulk nun gelingen, die ihn ausmachenden Gegensätze in Einklang zu bringen. Für Captain America hat sich das Drehbuch auch hübsche Moment ausgedacht. Zum Ende hin ist ein deutlich in die Jahre gekommener Captain zu sehen. Möglich macht es die Maske und moderne Digitaltechnik.

"Avengers: Endgame" lässt sich als Mischung aus Psychotherapie, Familienzusammenführung und nostalgischem Blick gen Fotoalbum beschreiben. Fans der Rächer-Reihe wird die Figurenfülle erfreuen. Neueinsteiger überfordert wahrscheinlich die Vielzahl an Charakteren und Anspielungen. Denn kaum eine Figur aus den zurückliegenden drei "Avengers"-Filmen (der erste kam 2012 ins Kino) taucht hier nicht auf. Dieses komplexe Figurengefüge wird durch die Zeitreisen noch schwieriger verständlich. Doch die Zeitreisen lohnen sich. So kommt es zu einer rührenden Begegnung mit dem jungen Michael Douglas.

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"Endgame", das sind drei Kino-Stunden mit einer Menge an Unterhaltung und Leinwanddrama und eher weniger Action als sonst. Damit ist er der längste "Avenger"-Teil. Zusammen kommen die vier Filme auf eine Länge von mehr als 610 Minuten. Die spannenden und dabei stets selbstironischen Figuren des Avenger-Abenteuers erinnern an die beliebte Fantasy-TV-Serie "Game of Thrones". Doch nach zehn Stunden "Avengers" stellt sich auch eine Sättigung ein.

Letzter Auftritt von Stan Lee in "Avengers: Endgame"

Die Rächer als Team werden tatsächlich erstmal ruhen dürfen. Die Marvel-Film-Produktion läuft aber fleißig weiter. Für den Sommer ist ein neuer Spider-Man angekündigt. Peter Parker soll es in "Far from Home" nach Europa verschlagen. Ankündigungen zufolge wird auch die von Scarlett Johansson verkörperte Black Widow in nicht allzu ferner Zukunft mit einem Solo-Film auf die Leinwand kommen. Ebenso ist ein weiterer "Black Panther" und ein dritter Teil der "Guardians of the Galaxy" angekündigt. Fans des Marvel-Universums müssen sich also keine Sorgen um Nachschub machen.

An einem großen Wermutstropfen lässt sich jedoch nichts ändern: Der im November verstorbene Comic-Erfinder Stan Lee, ohne den es einen Gutteil der Comic-Helden des Marvel-Universums nicht gäbe, hat in "Endgame" seinen wohl letzten lustig-skurrilen Kurzauftritt. Der Film kommt am 25.04.2019 in die deutschen Kinos. (dpa)

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