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Köln-Zollstock
15.08.2019

250-Kilogramm-Weltkriegsbombe in Köln erfolgreich entschärft

In Köln wurde eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg bei Sondierungsarbeiten gefunden.
Foto: Boris Roessler, dpa (Symbolbild)

Am Donnerstag wurde in Köln eine Fliegerbombe mit Langzeitzünder gefunden. Der Kampfmittelräumdienst hat den 250 Kilogramm schweren Blindgänger entschärft.

Bei Sondierungsarbeiten wurde am Donnerstag im Kölner Stadtteil Zollstock in der Briedeler Straße ein Bomben-Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Nachdem die Feuerwehr mittags über den Fund informierte, wurden bis zum frühen Abend 8.600 Menschen im Umkreis von 500 Meter evakuiert.

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf begann gegen 18.30 Uhr mit der Entschärfung der Fliegerbombe, wie die Stadt mitteilte. Kurz nach 19 Uhr gab es dann Entwarnung: Die 250-Kilogramm-Weltkriegsbombe sei entschärft und werde nun abtransportiert, hieß es.

Nach Aufhebung der Sperren können der Stadt zufolge Anwohnerinnen und Anwohner in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren. Die betroffene KVB-Linie 12, die Buslinie 131 und der Bahnverkehr können den Betrieb dann ebenfalls zeitnah wieder aufnehmen.

Bombenentschärfung: Gebiet wurde im Umkreis von 500 Meter evakuiert

Dem Presseamt der Stadt zufolge handelt es sich bei dem Fund um eine englische Bombe mit Langzeitzünder und 250 Kilogramm Gewicht.

Der Evakuierungsbereich für die Bombenentschärfung ist auf einen Umkreis von 500 Meter festgelegt worden, hieß es in einer Mitteilung der Stadt am frühen Nachmittag. Eine Karte zeigt online den Evakuierungsradius des betroffenen Stadtgebiets. Das Evakuierungsgebiet war seit 15 Uhr durch Straßensperren abgeriegelt. Gegen 18.30 Uhr meldete die Stadt, dass auch der Luftraum über dem Evakuierungsgebiet inzwischen gesperrt sei und der Bahnverkehr eingestellt wurde.

Das Ordnungsamt der Stadt Köln war mit 137 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor Ort, die Feuerwehr mit 35, die Polizei mit 53 Personen. Zusätzliche waren zahlreiche Rettungskräfte im Einsatz sowie Mitarbeiter der Deutschen Bahn und der KVB.

8.600 Menschen evakuiert: Stadt hatte Anlaufstelle eingerichtet

Betroffen waren von der Evakuierung in Köln-Zollstock insgesamt 8.600 Menschen, darunter auch Bewohnerinnen und Bewohner von drei Altenheimen. Die Stadt hatte eine Anlaufstelle für Betroffene im Alfred-Müller-Armack-Berufskolleg in der Brüggener Str. 41, eingerichtet. Dort hielten sich 330 Personen auf.

Ab 17 Uhr lief der zweite Klingelrundgang. Zwei der Altenheime wurden dabei geräumt und deren Bewohnerinnen und Bewohner in geschützten Bereichen untergebracht. Die Rettungsdienste haben gemeinsam 90 Personen per Krankentransport gefahren. Die Freigabe zur Bombenentschärfung wurde aufgrund eines Krankentransportes sowie uneinsichtiger Anwohnerinnen und Anwohner kurzzeitig verschoben, teilte die Stadt mit. Gegen die betroffenen Personen werde ein Bußgeldverfahren eingeleitet.

Erst im November war nach dem Fund einer 20-Zentner-Kriegsbombe in Köln-Poll eine große Evakuierungsaktion in der Stadt nötig geworden. Weil sich die Evakuierung mit einem Radius von einem Kilometer als besonders aufwendig erwies, hatte sich der Start der Entschärfung mehrere Male verzögert. Rund 10.000 Bewohner mussten ihre Wohnungen verlassen, darunter auch kranke und alte Menschen, die aus ihren Häusern und Wohnungen transportiert werden mussten. Betroffen waren auch Alteneinrichtungen und Flüchtlingsunterkünfte. (ahell)

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