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Freiburg

19.10.2009

Kostenlose Verhütung für Hartz-IV-Empfänger

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Pille oder Spirale für lau: In Freiburg sollen Arme demnächst kostenlos Verhütungsmittel bekommen. Die Stadt will so die Zahl ungewollter Schwangerschaften verhindern.

In Freiburg sollen Arme demnächst Verhütungsmittel umsonst bekommen. Das berichtet die Badische Zeitung.

Mit der Maßnahme soll die Zahl ungewollter Schwangerschaften reduziert werden. Seit 2006 komme es im Raum Freiburg vermehrt zu unerwünschten Schwangerschaften, weil die Frauen sich sichere, rezeptpflichtige Verhütungsmittel nicht leisten könnten, heißt es in dem Blatt.

Derzeit erhielten nur die Hartz-IV-Empfängerinnen bis zum 20. Lebensjahr die Kosten für Pille oder Spirale von der Krankenkasse erstattet.

Kostenlose Verhütung für Hartz-IV-Empfänger

Die Schwangerschaftskonfliktberaterinnen von Donum Vitae empfahlen laut Badischer Zeitung den Stadträten Freiburgs, dass für alle anderen Frauen die Kommune einspringen soll.

Angeblich seien sie dabei auf offene Ohren gestoßen. Einen CDU-Rat zitiert die Zeitung, es gehe auch um "harte betriebswirtschaftliche Rechnungen": Jedes unerwünscht zur Welt gekommene Kind einer Hartz-IV-Empfängerin koste die Stadt 80 Euro Wohngeld. Das Geld für die Verhütung hätte sich schnell amortisiert.

In Freiburg, so die Badische Zeitung , waren sich 2008 660 schwangere Frauen nicht sicher, ob sie ihr Kind zur Welt bringen sollten. Von diesen befanden sich angeblich 60 Prozent in finanziellen Schwierigkeiten.

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