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Krankenkassen schlagen Alarm
12.02.2009

Nur mit Pillen fit am Arbeitsplatz

Pillen gegen Stress: Doping im Job verbreitet
Foto: DPA

Permanent einsatzbereit, hoch motiviert und dazu noch freundlich sein - immer mehr Arbeitnehmer halten diesem Druck nicht mehr stand und greifen zu Tabletten und Drogen.

Von Martin Ferber

Berlin. Die Arbeit müsste dringend erledigt werden und erfordert höchste Konzentration. Doch Ruhe gibt es nicht. Ständig klingelt das Telefon, im Postfach liegen Dutzende Mails, ein neues Projekt wird nebenbei vorbereitet und dann taucht auch noch der Chef auf und mäkelt herum. Von den Überstunden ganz zu schweigen.

Permanent fit sein, immer einsatzbereit, hoch motiviert, konzentriert und dazu noch freundlich und ausgeglichen - immer mehr Arbeitnehmer halten nach Erkenntnissen der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) diesem Druck nicht mehr stand. Weil die Tasse Kaffee und die Zigarette zwischendurch längst nicht mehr ausreichen, greifen fast zwei Millionen Bundesbürger zu Tabletten oder Drogen - Männer eher zu aufputschenden Präparaten, Frauen zu Mitteln gegen depressive Verstimmungen.

Betroffen sind zwar nur fünf Prozent aller Beschäftigten, doch die Dunkelziffer ist hoch und die Tendenz steigend. "Ein Teil der Menschen tappt in die ähnliche Dopingfalle wie Hochleistungssportler", so DAK-Chef Herbert Rebscher.

Mit den Möglichkeiten einer Krankenkasse hat er versucht, dem Phänomen nachzugehen, inwieweit vor allem Anti-Depressiva, Mittel gegen Demenz oder das Zappel-Philipp-Syndrom ADHS, Betablocker und andere Aufputschmittel von Ärzten abweichend von ihrer Zulassung und abweichend von den ärztlichen Diagnosen verordnet wurden.

Und tatsächlich: Vor allem Medikamente mit dem Wirkstoff Piracetam, die normalerweise gegen Demenz verschrieben werden, werden von überdurchschnittlich vielen Patienten genommen, die gar nicht an Demenz leiden. Ebenso verhält es sich bei dem populären "Ritalin", das Ärzte gegen das Zappel-Philipp-Syndrom bei Kindern verschreiben.

Das schlucken zunehmend die Väter, um sich besser konzentrieren zu können. Mit allen Risiken und Nebenwirkungen. Nach Angaben von Isabella Heuser, Professorin an der Berliner Charité, ist bislang völlig unerforscht, welche gesundheitlichen Konsequenzen die Dauereinnahme von Medikamenten durch Gesunde hat. DAK-Chef Rebscher appellierte an die Arbeitgeber, dem betrieblichen Gesundheitsmanagement und der Prävention mehr Beachtung zu schenken. "Nur ausgeglichene Mitarbeiter bleiben auf Dauer produktiv, leistungsfähig und motiviert." Ganz ohne Doping.

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