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11.07.2010

Künstliche DNA schreckt Einbrecher ab

Künstliche DNA schreckt Einbrecher ab
Bild: DPA

Bremen (dpa) - Als erstes Bundesland testet Bremen seit einigen Monaten künstliche DNA, um Dieben das Handwerk zu legen. Die Zahl der Einbrüche ist seitdem gesunken. "Es scheint so, als schreckt das ab", sagte Polizeisprecher Gundmar Köster.

Von Erfolg wollte er aber noch nicht sprechen: Während die Langfinger die an dem Pilotprojekt teilnehmenden Haushalte und Tankstellen verschonten, griffen sie in Schulen nach wie vor zu.

Seit Ende vergangenen Jahres markieren alle Schulen, zahlreiche Bürger und drei Tankstellen ihre Wertsachen mit künstlicher DNA. Die Flüssigkeit trocknet zu einem farblosen Lack, der unter UV-Licht leuchtet. Dadurch kann die Bremer Polizei Diebesgut identifizieren. Außerdem enthält die künstliche DNA winzige Mikrochips, mit denen die Beamten den Besitzer von gestohlenem Schmuck, Computern oder Antiquitäten aus einer Datenbank ermitteln können.

Das Interesse der Bürger an dem Diebstahl-Schutz sei groß, sagte Köster. Im November hatte die Polizei rund 1300 Sets mit künstlicher DNA kostenlos in den beiden Pilotregionen in Bremen und Bremerhaven verteilt. Mittlerweile hätten jedoch zahlreiche Bewohner von anderen Stadtteilen die Flüssigkeit beim Hersteller bestellt, die dieser für 150 Euro vertreibt. An den Häusern weisen Schilder daraufhin hin, dass die Wertgegenstände so gesichert sind.

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Dank der künstlichen DNA konnte die Polizei zum Beispiel einen gestohlenen Tresor, der aus der Weser gefischt wurde, einer Schule zurückbringen. In einem anderen Fall brachte die künstliche DNA jedoch keinen Fahndungserfolg: Mehrere Bildschirme aus einer Schule sind bis heute verschwunden. Das 90 000 Euro teure Pilotprojekt läuft noch bis Ende des Jahres. Dann wollen die Ermittler die Ergebnisse vorstellen.

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