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Art Basel 2019

17.06.2019

Kunstmesse dementiert: 50.000 Euro teures Kunstwerk nicht zerstört

So sieht ein unversehrtes Kunstwerk aus: Hier ist "Life Dress" (2018) von Alicia Framis zu sehen. Die Skulptur wurde auf der Art Basel 2019 ausgestellt.
Bild: Georgios Kefalas, dpa (Symbol)

Mehrere Medien hatten vermeldet, auf der Art Basel habe ein Kleinkind ein Kunstwerk zerstört. Die weltweit größte Kunstmesse hat das nun dementiert.

Künstler und Kunstinteressierte pilgern jedes Jahr zur Art Basel in die Schweiz. Bei der größten Kunstmesse der Welt stellten in diesem Jahr rund 2000 Künstler aus insgesamt 34 Länder ihre Werke in 290 Galerien aus. Eines der Werke dort war eine Skulptur der Düsseldorfer Künstlerin Katharina Fritsch: "Fly" heißt sie und stellt eine überdimensionale Fliege dar. Medienberichten zufolge sei das 50.000 Euro teure Werk von einem Kleinkind umgestoßen und zerstört worden. Die Art Basel dementierte dies aber nun Spiegel Online gegenüber.

Art Basel widerspricht dem Medienbericht über zerstörtes Kunstwerk

Laut einem Bericht der Bild-Zeitung hätte ein dreijähriges Mädchen im Kinderwagen nach der überdimensionalen Fliege gegriffen, sodass das Kunstwerk von seinem Ausstellungspodest stürzte.

Wie das Nachrichtenmagazin Spiegel nun berichtet, habe die weltweit größte Kunstmesse dem Medienbericht von der Zerstörung des Kunstwerks widersprochen. Die Art Basel teilte schriftlich mit: "Wir sind über diesen Vorfall informiert und wurden von der Galerie darüber in Kenntnis gesetzt, dass die Arbeit nicht beschädigt wurde." Weitere Details zu dem Vorfall wurden aber nicht bekannt.

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Art Basel 2019: Das war auf der weltweit größten Kunstmesse dieses Jahr anders

Auf der Art Basel werden häufig hochwertige Werke internationaler Künstler gezeigt. Doch dieses Jahr erklärte Messechef Marc Spiegler bei der Eröffnung, ein Preismodell eingeführt zu haben, um kleinere und mittlere Aussteller zu fördern. Ziel sei es, dass alle Sammler auf der Art Basel entsprechende Angebote finden. Spiegler betonte, dass das neue Modell auch in den Ablegern der Kunstausstellung in Miami und Hongkong greifen würde.

Ein besonderes Thema auf der diesjährigen Art Basel war wohl auch die "#MeToo"-Debatte. Auf langen roten Bahnen zeigte die US-amerikanische Künstlerin Andrea Bowers in "Open Secret" rund 100 Texte, die unter anderem Namen und Beruf von Personen, die des sexuellen Übergriffs beschuldigt werden, enthalten. Auch auf der Unlimited, dem Sektor mit monumentalen Skulpturen und raumfüllenden Installationen, hatten zahlreiche Arbeiten Rassismus, Sexismus und Gewalt zum Thema. (AZ)

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