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Bilder und Videos

30.07.2010

Loveparade: Blogger arbeiten an einem Protokoll der Tragödie

Die Loveparade 2010 endete in einer Katastrophe.
Bild: mg axb

Die Loveparade mit 21 Toten hat die Netzgemeinde auf den Plan gerufen: In einem Blog sammeln Augenzeugen Videos und Bilder der Katastrophe - ein erschütterndes Protokoll.

Die Loveparade mit 21 Toten hat jetzt die Netzgemeinde auf den Plan gerufen: In einem Blog sammeln Augenzeugen Videos und Bilder der Katastrophe - ein erschütterndes Protokoll.

Wer ist verantwortlich für die Katastrophe in Duisburg am vergangenen Wochenende? Während sich Veranstalter, Stadt Duisburg und Rettungsdienste weiter gegenseitig die Schuld an der tödlichen Massenpanik bei der Loveparade zuweisen, sind Blogger und Augenzeugen der Tragödie aktiv geworden. Sie haben eine Blog gestartet und sammeln jetzt im Internet unter der Adresse http://loveparade2010doku.wordpress.com Bilder, Videos, Berichte und Dokumente der Loveparade 2010. Das Ziel: Von den tragischen Ereignissen am Nachmittag des 24. Juli soll eine minutengenaue Dokumentation erstellt werden.

"Was ist in Duisburg tatsächlich passiert? Mit Augenzeugenberichten, Videos & Co hat man unzählige Puzzlestücke - vielleicht kommt man so dem tatsächlichen Geschehen näher", heißt es in dem Blog. Und obwohl die bisherige Materialsammlung noch lückenhaft ist, haben die Macher der Seite schon eine ganze Reihe Dokumente zusammengetragen.

Loveparade: Blogger arbeiten an einem Protokoll der Tragödie

Vor allem Amateur-Videos der letzten Minuten vor der Katastrophe haben die Augenzeugen zur Verfügung eingestellt. Es sind mittlerweile dutzende, oft genug beklemmende, teilweise schockierende Filme die zeigen, was sich vor und während der Massenpanik im Tunnel des Loveparade-Geländes in Duisburg abgespielt hat.

So ist auf einem Video, das von 16.44 Uhr an jenem Tag sein soll, deutlich zu hören, wie im dichten Gedränge am Tunnel bereits Aufregung herrscht. "Macht hinne! Macht hinne! Holt uns hier raus! Hey! Heeey! Holt uns hier raus! Holt uns hier raus! Hey! Heeey!", schreit da jemand um Hilfe. Ein anderes Video, es stammt den Angaben zufolge von 16.54 Uhr, sei die "bisher früheste Dokumentation von Menschen, die übereinander geschoben sind bzw. über andere drübersteigen". Wieder ein anderer Film zeigt dann die Ersthelfer, die kurz nach 17 Uhr verzweifelt versuchen, Opfer der Massenpanik zu reanimieren.

Die dokumentarische Aufarbeitung der

Katastrophe

im Netz läuft parallel und unabhängig vom offiziellen Ermittlungsverfahren. Wie berichtet, ermittelt die

Staatsanwaltschaft

wegen fahrlässiger

Tötung

- noch immer "gegen Unbekannt".

(bo)
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