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DSDS Finale 2015

12.05.2015

Miese Quoten: "DSDS hat seinen Zenit längst überschritten"

DSDS kämpft mit sinkenden Quoten.
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DSDS kämpft mit sinkenden Quoten.
Bild:  Henning KaiserJ (dpa)

Kurz vor dem Finale von DSDS 2015 fragen sich nicht nur Experten, ob das Format seinen Zenit überschritten hat. Denn die Quoten für die Show waren zuletzt eher dürftig.

Sie heißen Viviana, Antonio und Severino, haben alle italienische Wurzeln und wollen Deutschlands nächster Superstar werden. Am Samstag treten die drei Gesangstalente im Finale von „ Deutschland sucht den Superstar“ gegeneinander an. RTL überträgt die Live-Sendung in diesem Jahr erstmals aus einer großen Konzerthalle in Bremen statt aus dem Fernsehstudio. Ein zusätzlicher Nervenkitzel für die Kandidaten. Doch ob das die zuletzt mäßige Quote steigern kann, ist fraglich.

DSDS schickte Kandidaten erstmals auf Tour

Nur rund drei Millionen Zuschauer wollten sehen, wie Viviana Grisafi, 17, aus Offenbach, Severino Seeger, 28, aus Wächtersbach ( Hessen) und Antonio Gerardi, 30, aus Hemer im Sauerland im Halbfinale die Konkurrenz aus dem Rennen schlugen. Als „DSDS“ – die Mutter aller Castingshows, wie RTL die Sendung nennt – 2002 startete, war sie noch der Gesprächsstoff. Seit einigen Jahren sinkt jedoch das Interesse. Deshalb schraubte der Privatsender in der 12. Staffel am Konzept: Es schickte die Kandidaten erstmals auf Tour. Aufzeichnungen aus Thailand, dem österreichischen Skiort Ischgl oder dem Sauerland ersetzten die großen Live-Sendungen aus dem Kölner Studio, was gleichzeitig Kosten sparte.

An der Seite von Dauer-Juror Dieter Bohlen sorgte neben DJ Antoine und Sängerin Mandy Capristo der Schlagerstar Heino für skurrile Momente – und zielte wahrscheinlich auf älteres Publikum. Auch Kandidaten ab 40 Jahren durften sich dieses Mal bewerben. Doch gezündet hat das Ganze offenbar nicht. „Der aktuellen Staffel von ,DSDS‘ ist anzumerken, dass das Format seinen Zenit längst überschritten hat“, sagt der Medienwissenschaftler Bernd Gäbler. „Langsam ist ganz Deutschland durchgecastet, und es hat sich auch herumgesprochen, dass dabei am Ende kaum Sternchen, geschweige denn Superstars herauskommen.“

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Casting-Müdigkeit macht sich auch in den USA breit

Selbst in den USA, wo „American Idol“ schon Stars wie Kelly Clarkson hervorgebracht hat, hat sich Casting-Müdigkeit breitgemacht. So sieht der TV-Sender Fox keine Zukunft mehr für die US-Variante von „DSDS“ und stellt diese nach der kommenden Staffel ein. RTL hält aber trotz der schwarzen Wolken, die über der Show hängen, an seinem einstigen Aushängeschild fest. Kandidaten können sich bereits für die 13. Staffel im nächsten Jahr bewerben. Und es werden wohl wieder mehrere tausend sein. Der Traum von der Glitzerkarriere halt. Denn schließlich erhält der Sieger einen Plattenvertrag und 500000 Euro.

Gegen rund 30000 Bewerber haben sich die drei Finalisten in der aktuellen Staffel durchgesetzt. Wer gewinnt, das entscheiden am Ende der von Oliver Geissen moderierten Sendung wie immer die TV-Zuschauer per Telefon. dpa

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