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Dessau-Roßlau

11.09.2019

Neunjährige vergewaltigt: Täter muss fünfeinhalb Jahre in Haft

Das Landgericht Dessau-Roßlau verhängte eine Haftstrafe von Fünfeinhalb Jahren gegen den Angeklagten.
Bild: Hendrik Schmidt, dpa

Ein 27-Jähriger vergewaltigte eine Neunjährige. Nun wurde er im Prozess schuldig gesprochen und muss fünfeinhalb Jahre in Haft.

Ein 27-Jähriger Mann wurde am Dienstag im Prozess wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern in Tateinheit mit schwerer Vergewaltigung und vorsätzlicher Körperverletzung schuldig gesprochen. Das Landgericht Dessau -Roßlau verhängte eine Haftstrafe von fünfeinhalb Jahren gegen den aus dem Niger stammenden Mann.

Täter legt nach Vergewaltigung von Neunjähriger Geständnis ab

Wie die Vorsitzende Richterin Siegrun Baumgarten in ihrer Urteilsbegründung angab, habe sich der Anklagevorwurf gegen den 27-Jährigen im Wesentlichen bestätigt.

Am zweiten Tag der Verhandlung gegen den Angeklagten legte dieser ein umfassendes Geständnis zum Tathergang ab. Anschließend entschuldigte er sich bei dem neunjährigen Mädchen für die Tat. Das Kind ist nach Angaben des Anwalts der Familie traumatisiert.

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Laut Staatsanwaltschaft war das neunjährige Mädchen am Nachmittag des 9. Juni mit einem Kuscheltier im Arm auf die Roßlauer Elbwiesen zum Spielen gegangen. Dort sei sie vom Angeklagten von einer Parkbank aus beim Spielen beobachtet worden sein. Später folgte der Mann ihr mit einem Fahrrad und sprach sie an. Anschließend bedrohte, würgte und vergewaltigte der 27-jährige Mann das Mädchen. Obwohl das Kind ihn trat und kratzte, hörte er der Anklage zufolge nicht auf.

Neunjährige vergewaltigt: Fall löst rechte Demonstrationen aus

Laut MDR lebte der 27-jährige Mann vor der Tat in einer Flüchtlingsunterkunft. Nachdem die Vergewaltigung an der Neunjährigen bekanntgeworden war, war es in Roßlau zu mehreren Demonstrationen gekommen. Auch Personen aus dem rechten Spektrum waren daran beteiligt. Wie der MDR berichtete, nahmen an der ersten Demonstration 120 Menschen teil, von denen einige von der Polizei als rechtsextrem eingeschätzt wurden. (AZ, dpa)

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