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Nordrhein-Westfalen
10.06.2014

Unwetter in NRW kostet mehrere Menschen das Leben

Das Pfingstwochenende endete in Nordrhein-Westfalen mit heftigen Unwettern, bei denen auch Menschen ihr Leben verloren.
Foto: Kevin Kurek (dpa)

Die heftigen Unwetter in Nordrhein-Westfalen haben am Pfingstwochenende zu mehreren Todesfällen geführt. Auch der Verkehr ist durch die Gewitter teilweise stark behindert worden.

Am Montag sind bei starken Unwettern in Nordrhein-Westfalen mehrere Menschen ums Leben gekommen. Erst in der Nacht zum Dienstag wurde es ruhiger. Durch die Unwetter waren Polizei und Feuerwehr im Dauereinsatz. Die Polizei in NRW gibt an, dass alle verfügbaren Beamten der Landes im Einsatz waren.

Flugzeuge konnten zeitweise nicht mehr abheben, weil die Gewitter zu stark waren. Auch Züge mussten gestoppt werden, auf der Autobahn gab es Behinderungen durch umgestürzte Bäume auf der Fahrbahn. Viele Autos und Häuser wurden zudem durch Sturmböen, Hagel und Blitzeinschläge beschädigt.

Unwetter in Nordrhein-Westfalen: Verkehr deutlich beeinträchtigt

Eine Stunde lang stellte der Airport Düsseldorf wegen Sturmböen von bis zu 150 Stundenkilometern den Betrieb ein. Auch die Bahn ließ ihre Züge sicherheitshalber nicht fahren. Aufgrund von Schäden ist laut Bahn ein Notverkehr mit Bussen nicht möglich, vier Strecken wurden aber wieder freigegeben: Köln-Aachen, Köln-Bonn, Köln-Frankfurt (ICE-Strecke) und Dortmund-Hamm-Bielefeld sind wieder befahrbar.

Die A43 Richtung Wuppertal war bei Dortmund zeitweise gesperrt, auf A42 und A2/A43 kam es im Kreuz Herne und im Kreuz Recklingshausen ebenfalls zu Behinderungen. Die Feuerwehren waren in vielen Kommunen im Einsatz, um umgestürzte Bäume wegzuschaffen, Brände nach Blitzeinschlägen zu löschen undKeller auszupumpen.

Mindestens fünf Tote bei Unwettern in Nordrhein-Westfalen

Die Unwetter in NRW haben außerdem mindestens fünf Menschen ihr Leben gekostet. Laut Kölner Polizei ist in der Domstadt ein Radfahrer von einem Baum erschlagen worden, in Essen ist ein Mann gestorben, weil er kurz vor Mitternacht versucht hatte, eine Straße zu räumen. In Düsseldorf hat es drei Tote gegeben.

Die drei Düsseldorfer hatten im Gartenhaus Schutz gesucht, als eine schwere Pappel auf das Haus stürzte. Zwei Schwerverletzte und ein Leichtverletzter konnten von den Einsatzkräften aus den Trümmern geborgen werden.

Unwetter in NRW kostet mehrere Menschen das Leben
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Nordrhein-Westfalen ist nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach am heftigsten von den Unwettern über Deutschland getroffen worden. In der Nacht waren diese weiter nach Nordosten gezogen, auch in Niedersachsen halten Brände nach Blitzeinschlägen die Feuerwehren auf Trapp. Der DWD geht davon aus, dass Gewitterwolken am Dienstag für neue Unfälle auch in Nordrhein-Westfalen sorgen werden. dpa/AZ

 

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