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Prozess in Stuttgart

29.08.2011

Parkplatzmorde: Staatsanwalt will Sicherungsverwahrung

Parkplatz-Morde - Polizei prüft Zusammenhänge
Bild: DPA

Ein 56-Jähriger soll 2010 zwei Menschen erschossen haben. Die Staatsanwaltschaft vermutete Rache und will Sicherungsverwahrung für den Angeklagten.

Vor zwölf Jahren hatte sich der 56-Jährige beim Sexurlaub in Kenia bei einem Transvestiten mit Aids infiziert. Das Motiv sei auf einem "Gefühl aus Rache! begründet, laut Anklage. Die Staatsanwaltschaft will, dass der Mann  auch nach Verbüßung einer Haftstrafe hinter Gittern bleiben. Die Anklagebehörde kündigte am Montag zum Prozessauftakt in Stuttgart an, eine Sicherungsverwahrung zu beantragen. Der 56-Jährige habe einen "Hang zu erheblichen Straftaten" und sei eine "Gefahr für die Allgemeinheit".

Die Parkplätze, auf denen die Morde stattfanden, gelten als Treffpunkte für Homosexuelle. Im Mai und im Juli 2010 soll der 56-Jährige zwei Männern in den Kopr geschossen haben, beide starben. Ein Tatort war ein Parkplatz in der Nähe der baden-würrtembergischen Stadt Magstadt bei Böblingen. Dort starb ein 30-Jähriger. Auf einem Parkplatz beim hessischen Mörfelden-Walldorf in Südhessen soll der 56-Jährige einen 70-Jährigen erschossen haben.

Am Montag begann der Prozess um die so genannten Parpklatz-Morde. Doch der Angeklagt schwieg. "Mein Mandant wird zum jetzigen Zeitpunkt weder Angaben zu seinen persönlichen Verhältnissen noch zur Sache machen", sagte sein Anwalt Peter Mende am Montag vor dem Stuttgarter Landgericht. dpa

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